Oberösterreichs Christbaumbauern sind für das Weihnachtsfest gerüstet

Dez 1, 2015 | Weihnachtsbäume

Patriotische Konsumenten greifen nach dem „Baum aus der Heimat“

Linz, 30. November 2015 – Alle Jahre wieder… machen sich auch die Oberösterreichinnen und Oberösterreicher auf die Suche nach ihrem perfekten Christbaum. Sie achten dabei vorwiegend auf Aussehen, Frische und kurze Transportwege, der Preis ist nachrangig. Fündig werden können sie dabei ab 8. Dezember wieder bei den Christbaumbauern ihres Bundeslandes, die trotz des trockenen und heißen Sommers ein ausreichendes und für jedermann ansprechendes Angebot von ihren insgesamt 550 ha Christbaumkulturen anbieten können. Bis zu 85% der gekauften oder geschenkten Bäume stammen in Oberösterreich aus heimischem Anbau. 2014 haben die 170 Christbaumbauern etwa 400.000 Exemplare verkauft. Infos über Verkaufsstände gibt es im Internet unter www.weihnachtsbaum.at.

Immer mehr österreichische Haushalte feiern das Weihnachtsfest mit einem natürlichen Baum, die Zahl jener ohne Christbaum ist laut GfK-Umfrage um 6% zurückgegangen. Die Oberösterreicher sind dabei besonders patriotisch, 91% der Befragten ist wichtig, dass der Baum im Inland gewachsen ist, 46% der Oberösterreicher schätzen es, dass sie ihren heimischen Baum an der Schleife der OÖ Christbaumbauern erkennen und 52% werden ab Hof/Kultur oder im Wald gekauft – Tendenz steigend. Die OÖ Christbaumproduzenten können daher das bieten, was für 56% der Bürger wichtig ist: Versorgungssicherheit, kurze Transportwege und damit einen Beitrag zum Klimaschutz. „Regionalität hört nicht bei den Lebensmitteln auf, sondern auch der heimische Christbaum ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, der bäuerliche Einkommen und Arbeitsplätze sichert“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker.

Eine Tanne muss es sein

Beliebtester Baum in Oberösterreich ist die Nordmanntanne – sie schmückt drei von vier Wohnzimmer. Bei den Größen sind besonders Exemplare zwischen eineinhalb und zwei Metern gefragt. „Auch wenn wir genug Bäume haben: Aufgrund der starken Nachfrage könnten große Exemplare knapp werden. Am Anfang ist die Auswahl am größten, rechtzeitig kaufen zahlt sich also aus“, empfiehlt Ignaz Hofer, Obmann der OÖ Christbaumbauern. Die Preise wollen er und seine Kollegen auch heuer wieder stabil halten. Für ihren Lieblingsbaum werden die Konsumenten daher 10 bis 35 Euro pro Laufmeter bezahlen, Blaufichten kommen auf 7 bis 14 Euro/Laufmeter, wobei die Preise im städtischen Bereich generell etwas höher sind. Gegenüber dem Ab-Hof-Verkauf müssen hier die Kosten für Transport und Standmiete berücksichtigt werden.

Einen Baum aus der Heimat gibt es nun in vier Bundesländern

Vor zwei Jahrzehnten haben die OÖ Christbaumbauern einen eigenen Verband gegründet, um Synergien zu nutzen. Seit acht Jahren bewerben sie ihre Bäume gemeinsam mit den Kollegen aus der Steiermark mit dem Logo „Ein Baum aus der Heimat“. Seitdem haben sich ihnen auch Christbaumbauern aus Kärnten und Salzburg angeschlossen. „Das gemeinsame Logo schafft Transparenz im Schleifenurwald“, erläutert Obmann Hofer.

Sorgsame Behandlung verdient

Für die Zeit im Wohnzimmer soll der Christbaum frisch aussehen und die Nadeln behalten. Dafür ist es notwendig, ihn bis zum Aufstellen an einem kühlen Ort aufzubewahren, das Netz von unten nach oben zu entfernen, ihn danach in einen mit Wasser gefüllten Ständer zu befestigen – vorher das Stammende 2 bis 4 cm beschneiden -, regelmäßig Wasser nachzufüllen und den Baum auch von außen damit zu bestäuben.

Christbaumbauern helfen mit, in Tansania Bäume zu pflanzen

Die OÖ Christbaumbauern unterstützen auch heuer wieder das Wiederaufforstungsprojekt der Aktion „Sei so frei“ der Katholischen Männerbewegung in Tansania. Seit dem Jahr 2000 wird damit ein umfassendes Dorfentwicklungsprogramm in der Mara-Region in Tansania realisiert, von dem rund 3.600 Kleinbauernfamilien direkt profitierten, indem sie lernen, wie man Elemente der Landwirtschaft und Forstwirtschaft miteinander kombiniert.

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