Wir Menschen brauchen klimafitte Wälder

Mrz 20, 2023 | Allgemein

Wien, 20. März 2023, Waldverband Österreich – „Wir Menschen haben es innerhalb weniger Generationen geschafft, durch die Nutzung von Erdöl, Erdgas und Kohle unseren Planeten in eine Klimakrise zu stürzen. Wir setzen damit nicht nur die Gesundheit unserer Wälder aufs Spiel, sondern auch die damit verbundenen Waldwirkungen, die wiederum uns Menschen zugutekommen. Für ein enkeltaugliches Österreich muss daher der rasche Ausstieg aus diesen Klimakillern endlich gelingen und die aktive Stärkung unserer Wälder jetzt oberste Priorität haben“, appelliert Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, anlässlich des morgigen Internationalen Tag des Waldes unter dem Motto „Wald & Gesundheit“ an die politisch Verantwortlichen.

Gesundheitsfaktor Holz

Studien belegen die positiven Wirkungen unserer Wälder auf die menschliche Gesundheit. So ist z.B. der positive Einfluss von Spaziergängen im Wald auf die physische, psychische und soziale Gesundheit wissenschaftlich ebenso erwiesen wie auf eine geförderte intellektuelle, soziale und kreative kindliche Entwicklung. Aber auch verbautes Holz wirkt gesundheitsfördernd auf uns Menschen. Dies konnte mit dem Projekt „SOS Schule ohne Stress“ eindrucksvoll bewiesen werden. Demnach verzeichnen Kinder in einer Schulklasse, in der die Wände, Decke, Boden und Inneneinrichtung überwiegend aus Holz gefertigt wurden, deutlich weniger Herzschläge pro Tag, als Kinder in einem Standard-Klassenzimmer. „Eine niedrige Herzschlagrate fördert die Gesundheit der Kinder und trägt zu einem besseren Lernklima bei. Holz ist einfach genial“, ist Rosenstatter begeistert.

Holz verwenden bedeutet Klima schützen

Wir nehmen die Sorgen der jungen Generation sehr ernst. Auch unsere Wälder sind direkt von der Klimakrise betroffen. Damit der Wald unseren Enkelkindern noch ausreichend Schutz, Erholung und den Bau- und Brennstoff Holz liefern kann, braucht es aktiv gepflegte Wälder. Denn der Klimawandel schreitet schneller voran als sich die Wälder selbst daran anpassen könnten. Immerhin dauert es vom Keimling bis zum stattlichen Baum rund 100 Jahre.

„Der Wald darf nicht für eine realitätsferne Klimapolitik der Europäischen Union missbraucht werden. Die endlose Anhäufung von Vorrat im Wald führt zu höherem Risiko von Sturmschäden und zur Verwahrlosung der Wälder. Das müssen wir vermeiden, das Holz sollten wir rechtzeitig nutzen, um daraus einen zweiten Wald aus Holz zu bauen. Nur so bekämpfen wir die Klimakrise“, warnt Rudolf Rosenstatter. Tatsächlich bestätigt die Studie „CareForParis“, dass der Ersatz CO2-intensiver Materialien durch Holzprodukte einen wesentlich höheren Beitrag zum Klimaschutz leistet, als wenn man das Holz im Wald verfaulen ließe.

Rosenstatter abschließend: „Als Teil der Initiative ‚Enkeltaugliches Österreich‘ (ETÖ) wollen wir den unverzichtbaren Rohstoff Holz für die nächsten Generationen nachhaltig produzieren, um auch unsere Unabhängigkeit zu stärken. Nur ein bewirtschafteter Wald ist ein enkeltauglicher Wald.“

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