Wien, 27. September 2018, Waldverband Österreich – Heuer jährt sich das Bestehen des Waldverband Österreich zum 30-igsten Mal. Mit der Gründungsvollversammlung des Bundeswaldbauernverbandes (B.W.V.) am 13. Jänner 1988 nahm die Erfolgsgeschichte seinen Anfang.

Leistungsfähige bäuerliche Einrichtung

“Die zur damaligen Zeit zunehmenden Konzentrationstendenzen der Sägeindustrie sowie der Papier- und Zellstoffindustrie und die damit nachteiligen Folgen auf das zerstreute Holzangebot aus dem bäuerlichen Kleinwald, haben letztlich den Anstoß für die Gründung des B.W.V. als Fachorganisationen der Präsidentenkonferenz gegeben”, schildert Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich die Motive der bereits gegründeten Waldverbänden Burgenland, Oberösterreich und Salzburg. Rosenstatter weiter: “Damit sollte den Holzabnehmern auch auf politischer Ebene eine leistungsfähige bäuerliche Organisation gegenübergestellt werden um die Wertschöpfung aus dem Bauernwald zu erhöhen und die Holzverwendung zu forcieren.”

30 Jahre für die Mitglieder

Seit der Gründung wurden exklusive und innovative Vermarktungsschienen für Holz aus dem bäuerlichen Kleinwald entwickelt um den Familienbetrieben ein höheres Einkommen zu ermöglichen. Bereits 1989 wurde mit der Verbandsmarke “Winterholz” die Vermarktung von wintergeschlägertem Holz aus dem Bauernwald ins Leben gerufen. Mit der “ARGE Christbäume” wurde 1998 eine eigene Vermarkungsmöglichkeit für die heimischen Christbaumproduzenten geschaffen. “Da das elektronische Holzbörseprogramm ‘Holzforum 2000’ (1996) seiner Zeit weit voraus war und auf Widerstand seitens mancher Holzabnehmer stieß, initiierten die Waldverbände im Jahr 2000 ausgehend von der Steiermark Wertholzsubmissionen”, weiß der Obmann über die in Österreich einzigartige Vermarktungsmöglichkeit von Wertholz zu berichten. Die jährlichen Submissionen werden heute bei voller Zufriedenheit zahlreicher Kunden auch in Nieder- und Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg abgehalten. Unter den Verbandsmarken “Ofenholz” und “Holzschnitzel” sorgen heimische Familienbetriebe seit 2000 für eine optimale Ofenholzqualität.

Damals Meilensteine – heute Standard

Eine bahnbrechende Errungenschaft war 1992 die Vereinbarung “Empfohlene Richtlinie für die Werksübernahme von Sägerundholz mit automatischen (elektronischen) Anlagen” samt Lieferschein und Checkliste des B.W.V. und des Fachverbandes der Sägeindustrie Österreichs, die in adaptierter und mittlerweile digitaler Form noch heute Gültigkeit hat. Die Notwendigkeit einer “eigenen” Holzzertifizierung und einer Wertschöpfungskette übergreifenden Gesprächsplattform wurde als Gründungsmitglied von PEFC Austria (1999) und der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (2005) mitgetragen.

Holzmobilisierung, Information und Motivation

Mit der Waldprofikampagne 2011 “Wer kümmert sich um meinen Wald – der Borkenkäfer oder der Forstberater”, einer im In- und Ausland viel beachtete Inseratenreihe wurden vorwiegend hofferne bzw. urbane Waldbesitzer angesprochen und über die Bedeutung der Waldbewirtschaftung informiert. Strategische Überlegungen der Verbände mündeten 2011 in der Lancierung der gemeinsamen Mitgliederzeitung “Waldverband aktuell”. Mit dem direkten Draht zu den Mitgliedern aber auch zu einer darüber hinaus gehenden breiten Leserschaft, wird ein Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis bewerkstelligt, mit dem innovative technologische und waldbauliche Maßnahmen auf die Fläche gebracht werden. Die Erstellung von Bildungsbroschüren und Folder wie z.B. “Borkenkäfer – Vorbeugung und Bekämpfung” trägt seit 2008 ebenfalls dazu bei. “Mit unserem ‘Schulkoffer – Rund um Wald und Holz’ (2015) und dem Markenzeichen ‘Holzklopfen’ (2016) begeistern und motivieren wir Kinder und Jugendliche gleichermaßen für die Themen rund um Wald und Holz”, hebt Rosenstatter auch die Jugendarbeit der Verbände hervor.

“30 Jahren Waldverband Österreich, das sind 30 Jahre im Zeichen des bäuerlichen Kleinwaldes. Basis dieser Erfolgsgeschichte sind neben engagierten Mitarbeitern vor allem aber motivierte WaldbesitzerInnen, die mit ihrer täglichen Arbeit für den Erhalt des bewirtschafteten Waldes und für einen klimafitten Wald sorgen. Als Anerkennung für diese Leistung wird seit dem Jahr 1999 der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft im Rahmen des Österreichischen Waldbauerntages gemeinsam mit dem Ministerium verliehenen. Die Waldverbände zeichnen sich durch innovative Akzente bei der Holzvermarktung sowie der Holzmobilisierung und der Motivation zur Waldbewirtschaftung aus. Die Digitalisierung und der Klimawandel sind die Herausforderungen der Zukunft. Auch hier werden die Waldverbände mit zukunftsorientierten Lösungen eine Vorreiterrolle einnehmen”, dankt Rosenstatter allen, die zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

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