Waldverband: Klares NEIN zu Außer-Nutzung-Stellungen im Wald

Nov. 27, 2012 | Allgemein

Wien, 27. November 2012 – „Die heimische Familienforstwirtschaft lebt von der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und ist Grundlage der sehr erfolgreichen Wertschöpfungskette Holz in Österreich. Die Holzverwendung leistet durch CO2-Speicherung und Ersatz von Stahl, Beton und anderen fossilen Ressourcen einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen und zur Erreichung der Klimaschutzziele. Deshalb müssen wir unsere Wälder aktiv bewirtschaften und ihr Potenzial nachhaltig nutzen. Forderungen des WWF nach großflächigen Außer-Nutzung-Stellungen von 10 % der Wirtschaftswaldfläche unter dem Deckmantel „Wildnisgebiete“ sind daher entschieden abzulehnen“, bringt es Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich auf den Punkt. „Die verstärkte Holzverwendung müsste in diesem Zusammenhang eigentlich auch im Interesse des WWF sein. Derartig überzogene Forderungen tragen zur Abholzung der Urwälder bei und sind ein Bekenntnis zu Stahl, Beton, Öl, Kohle, Atomenergie und ein klares NEIN zum aktiven Klimaschutz“, verurteilt Rosenstatter pauschale Forderungen nach Stilllegungen.

Arbeitsplatzvernichtung im ländlichen Raum

„Österreich hat bereits ein etabliertes Netz von Schutzgebieten wie zum Beispiel Nationalparks, Natura-2000-Gebiete und Naturwaldreservate, die vorrangig die Biodiversität fördern, was von der Forstwirtschaft grundsätzlich unterstützt wird. Die Gesellschaft braucht aber vielmehr multifunktionale Wälder, die einerseits den Rohstoff Holz bereitstellen und andererseits ihre Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung zum Wohle der Bevölkerung erfüllen“, begründet der Obmann seine Haltung.

Die  Wertschöpfungskette Holz bietet rund 300.000 Menschen ein Einkommen. Eine aktuelle Studie der Universität für Bodenkultur zeigt, dass eine 10%ige Außer-Nutzung-Stellung von Wirtschaftswäldern verheerende volkswirtschaftliche Folgen hätte. Die Berechnungen belegen, dass bei verstärktem Trend zu sinkenden Rohholzimporten aus europäischen Nachbarländern ein Verlust von rund 95.000 Arbeitsplätzen oder fast einem Drittel der Einkommensbezieher in der Wertschöpfungskette Holz droht. Dabei wird berücksichtigt, dass Außer-Nutzung-Stellungen in ganz Europa gefordert werden und die Nachfrage nach Holz in diesen Ländern ebenfalls steigt.

Künstliche Verknappung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit

„Das Angebot von Holz würde durch die Stilllegung von heimischen Wirtschaftswäldern künstlich verknappt. Das Holz müsste dann von außerhalb Europas kommen, da die Nachfrage nicht geringer wird. Das sind aber teilweise genau jene Länder, in denen Korruption und Missachtung der Gesetze zu illegalen Abholzungen und nicht nachhaltiger Waldbewirtschaftung führen. Deshalb muss es vielmehr das Ziel sein, die so erfolgreiche, nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung als Erfolgsmodell gemeinsam mit unseren Holzprodukten zu exportieren“, so Rosenstatter abschließend.

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