Gruppenfoto der Facharbeiter und Meister Forstwirtschaft – Die Fotografen

Mit großer Begeisterung konnte Obmannstv. Alfons Falch am Wochenende der Facharbeiter-  und Meisterbriefverleihung im Rahmen des Tiroler Waldbauerntages beiwohnen: „Die heutige Verleihung zeigt, dass die Arbeit im und mit dem Wald Zukunft hat und für die heimische Jugend attraktiv ist“. Die Verleihung an 22 frischgebackene Forstfacharbeiter und 15 Forstwirtschaftsmeister nahm LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger als Vorsitzender der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Tirol vor. Die Lehrgänge für die forstlichen Fachkräfte bietet einerseits die LLA Rotholz für FacharbeiterInnen sowie das LFI Tirol für MeisterInnen an, die Abschlussprüfungen werden von der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle LFA Tirol abgenommen – diese ist bei der Landwirtschaftskammer Tirol angesiedelt. Mag. Nikola Kirchler von der LFA betont die Attraktivität dieses Berufs: „Mittlerweile wird jedes Jahr einen gut besuchter Forstfacharbeiterlehrgang angeboten, auch die MeisterInnenlehrgänge in den land- und forstwirtschaftlichen Berufen sind stark nachgefragt.“ Gut ausgebildete Fachkräfte sind der Schlüssel, um die Wertschöpfung im Wald zu erhöhen. Die nachhaltige, kleinräumige und fachlich intelligent durchgeführte Holznutzung und Waldpflege liegt in der Hand interessierter WaldeigentümerInnen und bestens ausgebildeter Dienstleister.  Nur so kann sich die heimische Waldwirtschaft in der Gesellschaft behaupten und auch in Zukunft ihren wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Ländlichen Raum leisten.

Die Firma Thoma Holz erfüllt seit für den Ländlichen Raum seit Jahrzehnten. Dr. Erwin Thoma, Gründer von Thoma Holz aus dem Pinzgau, hat sich der reinsten Form des Holzbaus verschrieben – seine Holzhäuser aus heimischem mondgeschlägertem Gebirgsholz kommen ganz ohne Holzschutzmittel und Leim aus. In seinem Fachvortrag am Waldbauerntag stärkt er den bäuerlichen Waldeigentümern den Rücken: „Ich wette, dass die Bauernwälder jene Wälder mit dem höchsten Wert für den Naturschutz sind. Diese Wälder werden seit Generationen mit Liebe und Hausverstand bewirtschaftet – sie leben Nachhaltigkeit gegenüber der Natur.“ Der Schöpfung Baum muss Respekt und Liebe entgegengebracht werden, Wald und Holz müssen weiterhin genutzt und bearbeitet werden.  „Dinge die man liebt darf man nicht wegsperren. Der Wald muss im Herzen der Menschen bleiben, dazu muss er bearbeitet werden“,  schließt er seinen Appell gegen den Naturschutz mittels Glassturz.

Auch Ehrengast Rudolf Rosenstatter, Vorsitzender der Plattform Forst Holz Papier und Obmann des Waldverband Österreich, stieß ins gleiche Horn. Eben erst von einem Vortrag vor dem Deutschen Bundestag in Berlin zurückgekehrt, betonte Rosenstatter die wichtige Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft im Klimawandel: “Die Forst- und Holzwirtschaft hat ihre Hausaufgaben schon gemacht. Wir sind die klimafreundlichste Branche, binden Treibhausgase, produzieren dabei keinen Abfall und erzeugen die Energie, die wir brauchen, sogar selbst. Das müssen uns die anderen Wirtschaftszweige erst einmal nachmachen!“

Ein weiteres Zeichen für die aktive Tiroler Waldwirtschaft stellt die Wertholzsubmission des Tiroler Waldverbands dar. Diese Holzversteigerung edelster Gebirgshölzer hat heuer zum sechsten Mal stattgefunden. Die Rekordmenge von fast 650 Kubikmetern Holz von 54 Verkäufern wurde fast zur Gänze verkauft. Tannen wurden zu Spitzenpreisen von 340 Euro pro Kubikmetern ersteigert, der höchste Preis wurde von einer Fichte aus Brandenberg erzielt. Hier zahlt ein Instrumentenbauer 544 Euro pro Kubikmeter. Diese Preise sind nur möglich, da diese Wertholzversteigerung besondere Hölzer mit Nischenkäufern zusammenbringt. Instrumentenbauer, Furnierholzhersteller und spezialisierte Tischlereien sind seit Jahren die Hauptkunden bei dieser Veranstaltung. Die genauen Ergebnisse werden in den nächsten Wochen auf den Waldverbandsseiten dieser Zeitung veröffentlicht.

 

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