Agrarpolitik sieht Forstwirtschaft für den Klimawandel gerüstet

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner sehen die Forstwirtschaft für die Herausforderung, einen klimafitten und enkeltauglichen Wald zu gestalten, “gut gerüstet”, wie sie heute im Pressefoyer mitteilten. Demnach seien die Pflanzung gesunder Mischwälder, der verstärkte Einsatz von heimischem Holz anstelle von fossilen Energieträgern sowie die Unterstützung einer nachhaltigen Bewirtschaftung und Pflege des Waldes die wesentlichen Elemente der Vorarlberger Strategie für die Klimawandelanpassung. Mit dem Waldfonds gibt es dafür ein nach wie vor österreichweit einzigartiges Finanzierungsinstrument. 2018 wurden daraus rund 2 Mio. Euro für eine fachgerechte Waldpflege zur Verfügung gestellt.

Dass sich mit den klimatischen Verhältnissen auch der Wald verändern werde, sei klar, aber kein Grund für große Verunsicherung, erklärte Landesforstdirektor Andreas Amann: “Wir wissen, was zu tun ist, um einen funktionstüchtigen Wald zu gestalten.” Um auf Jahrzehnte vorauszuplanen, sollen in derzeit noch kühlen Zonen Gastbaumarten aus wärmeren Klimabereichen erprobt werden, denn eine zweckmäßige Mischung der heimischen und fremdländischen Bäume erhöhe das Spektrum an künftig geeigneten Arten. Vorarlberg beteiligt sich mit einer Modellregion am bundesweiten Projekt “Klimawandelanpassung in der Waldbewirtschaftung – Chancen und Risiken von nicht-heimischen Baumarten”.

Anpassungen der Wälder an den Klimawandel, die im Bundesland als natürlicher Schutz für Straßen und Siedlungen und dadurch “als eine Lebensversicherung vor allem in den gebirgigen Landesteilen” dienen, sei im öffentlichen Interesse, daher müssten den rund 6.000 Waldbesitzern im Bundesland auch die nötigen Anreize für eine multifunktionelle, naturnahe Bewirtschaftung ihrer Bestände geboten werden, so Amann. Als Unterstützung wurde der Landesforstdienst mit 39 regional verankerten Waldaufsehern eingerichtet. Diese haben neben behördlichen Tätigkeiten insbesondere die Aufgabe der Beratung, der Holzauszeige und der Überwachung gegen waldschädliche Einflüsse, um Gefahren rasch abzuwenden.

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