Steirer sind Christbaum-Patrioten und lieben Einkaufserlebnis beim Bauern

Dez 5, 2017 | Weihnachtsbäume

Titschenbacher: Herkunft der Bäume spielt eine immer größere Rolle

Graz, 4. Dezember 2017 – „Immer mehr Steirerinnen und Steirer genießen in der vorweihnachtlichen Hektik den gemütlichen Christbaumeinkauf direkt bei den Bauern“, berichtet Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Zwischen 2013 und 2016 ist dieser Anteil von 29 auf 50% gestiegen. „Gleichmäßiger Wuchs, natürlicher Duft, Frische, eine dunkelgrüne Farbe und eine gute Nadelhaltbarkeit – das und ein guter Service sowie ein weihnachtliches Einkaufserlebnis erwarten sich die Käufer“, so Titschenbacher. Ab 14. Dezember kommen die steirischen Christbaumbauern dazu wieder in die Landeshauptstadt und bereichern die Innenstadt mit weihnachtlichem Flair. Ihre Bäume aus kontrolliertem Anbau sind erkennbar an der Marke „Steirischer Christbaum – Ein Baum aus der Heimat – Danke liebes Christkind!“. Weitere Infos sind unter www.weihnachtsbaum.at erhältlich.

Vielfältige Serviceleistungen

Zahlreiche steirische Christbaumbauern bieten am Hof oder am Christbaumstand bei einer wärmenden Tasse Tee oder Glühwein und köstlichen Weihnachtskeksen auch professionelle Beratung, beispielsweise zur Aufzucht oder zur idealen Aufbewahrung und Behandlung des Baumes. Verpacken und Anspitzen wird meist selbstverständlich und kostenlos angeboten. Auf Anfrage ist auch die Baumlagerung bis kurz vor Weihnachten oder Zustellung möglich. Ausgesucht kann der Weihnachtsbaum im Christbaumwald bereits einige Monate vor der Weihnachtszeit werden. Auch das Selbstschneiden ist ein ganz besonderes Weihnachtserlebnis.

Schöne heimische Weihnachtsbäume zu stabilen Preisen

Die Christbaumbauern sind auch heuer gut vorbereitet – es gibt ausreichend schöne, heimische Weihnachtsbäume. Mit Wetterkapriolen wie Frost, Trockenheit und Hagel hatten die Bauern heuer, wie fast schon jedes Jahr, gebietsweise zu kämpfen. Trotz gestiegener Produktionskosten werden die Bäume zu einem stabilen Preis auf den Markt kommen.

Die Wünsche der Kunden werden immer individueller: Beim reichen und vielseitigen Angebot an steirischen Christbäumen findet jeder den Baum, den er sich wünscht. Am internationalen Christbaummarkt gibt es durch einige Großproduzenten ein Überangebot bei den schlechten Qualitäten, weil die Pflege bei der Aufzucht vernachlässigt wurde; gute Qualitäten sind rar und gesucht. Die steirischen Christbaumbauern haben in den vergangenen Jahren kräftig in die Verbesserung der Qualität investiert. Damit sind sie hierzulande unabhängiger von den internationalen Entwicklungen und können bei der guten Qualität den Markt stabil halten.

Der ideale Zeitpunkt zum Christbaumkauf

Wer einen wirklich frischen Christbaum haben möchte, kann diesen am besten direkt im Christbaumwald kaufen oder selbst schneiden. Der Schnitt sollte aber einige Tage vor dem Weihnachtsabend erfolgen, weil sich herausgestellt hat, dass die Bäume nach einem kurzen Abliegen besser ihre Nadeln behalten. Der Verkauf der steirischen Christbaumbauern beginnt meist nicht vor dem 8. Dezember, vielfach erst ab dem 14. Dezember. Davor einen Weihnachtsbaum für den Heiligen Abend zu kaufen, macht wenig Sinn. Die richtige Lagerung im Schatten, windgeschützt und kühl ist unbedingt zu empfehlen, erweist sich aber für die Kunden manchmal als schwierig. Dass die heimischen Christbaumzüchter für eine entsprechende Lagerung sorgen, ist eine Selbstverständlichkeit.

Nordmanntanne beliebtester Weihnachtsbaum

Die Nordmanntanne ist mit Abstand die beliebteste Baumart. Sie zeichnet sich vor allem durch eine gute Nadelhaltbarkeit aus, sie duftet ausgesprochen gut und hat eine edle dunkelgrüne Farbe. Der Wuchs ist regelmäßig, die Äste sind sehr tragfähig, die weichen, nicht stechenden Nadeln erleichtern das Schmücken“, erläutert Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern. Etliche Landwirte bieten aber auch alternative Baumarten wie Fichten, Blaufichten, Colorado- oder Korktannen an, sie gibt es zumeist direkt ab Hof.

Raumwunderbaum und andere außergewöhnliche Wünsche

Die Christbaumbauern erfüllen auch gerne individuelle Kundenwünsche nach speziellen Wuchsformen. Auch Doppel- oder Mehrfachspitze können auf Anfrage geliefert werden. Der Raumwunderbaum ist eine platzsparende Variante, um einen Christbaum auch bei geringem Platzangebot aufstellen zu können. Auch unterschiedliche Baumarten für geänderte Ansprüche bringen Abwechslung in das einheitliche Bild auf den Christbaumständen.

Vom Samenkorn zum Traumchristbaum

„Um Top-Qualitäten zu erreichen, ist eine jahrelange Pflege der Christbaumkulturen erforderlich. Gute zehn Jahre wachsen die steirischen Weihnachtsbäume im Wald heran. Vier Jahre nach dem Säen wird der kleine Baum ausgepflanzt, wo er weitere sechs bis zehn Jahre hindurch gepflegt wird. Ein fertiger Christbaum ist somit zehn bis vierzehn Jahre alt. Jeder Baum wird acht bis zehn Mal pro Jahr in irgendeiner Weise gepflegt. Mähen, korrigieren von Wuchsfehlern und düngen sind einige der Pflegetätigkeiten“, erläutert Lienhart.

Käufer wollen über Herkunft Bescheid wissen

Eine Umfrage bei den steirischen Christbaumbauern bestätigt, dass die Herkunft des Weihnachtsbaumes eine wichtige Rolle spielt. Der Großteil der Erzeuger (84%) wird von den Kunden über die Herkunft der Weihnachtsbäume befragt. „Die Herkunft der Bäume wird von Jahr zu Jahr wichtiger. Die steirischen Konsumenten sind Christbaumpatrioten“, betont Lienhart. Das zeigt auch eine aktuelle GfK-Fessl-Studie, in der sich 94% der Steirer einen Baum aus der Heimat wünschen.

Zeichen- und Malwettbewerb in Grazer Schulen

Die steirischen Christbaumbauern haben die Kinder einiger Grazer Schulen eigeladen, ihr schönstes Weihnachtserlebnis auf einer A4-Seite darzustellen. Die Kinder haben mit großer Freude gezeichnet und gemalt: Das Fällen des Christbaumes im Wald; eine Katze, die auf den Christbaum klettert; große Überraschungen über das schönste Geschenk und vieles mehr. Der Sieger bekommt einen steirischen Christbaum für die Familie und für die Schulklasse.

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