Salzburger Managementplan liefert Leitfaden für Behörden

Salzburg, 18. Februar 2019 (aiz.info). – “Auch in Zukunft sind Attacken von Wölfen auf Viehherden nicht auszuschließen. Der nun fixierte Salzburger Managementplan dient Behörden ab sofort als Leitfaden, wie in solchen Fällen vorgegangen wird”, teilt Landesrat Josef Schwaiger mit.

Im Mai des Vorjahres hatte Schwaiger ein 5-Punkte-Aktionsprogramm initiiert, um die traditionelle alpenländische Landwirtschaft zu schützen und auf europäischer Ebene Änderungen durchzusetzen. Ausgearbeitet wurde ein nun landesweit abgestimmter Managementplan für den Umgang mit Problemwölfen, der die Stellungnahmen von Landwirtschaftskammer, Naturschutzbund und WWF berücksichtigt. “Neu aufgenommen wurde beispielsweise, dass das Aussetzen von Wölfen in Salzburg klar abgelehnt wird. Dieser Wunsch kam von allen Beteiligten”, erklärt Wolfsbeauftragter Hubert Stock.

Vorgaben für Schutzzäune

“Auch die Herdenschutzmaßnahmen wurden präzisiert. Dadurch kann beurteilt werden, was für betroffene Landwirte zumutbar und verhältnismäßig ist. Im Mittelpunkt stehen hier unter anderem die wirtschaftliche sowie praktische Umsetzbarkeit. Darüber hinaus wurden Mindestanforderungen für Schutzzäune definiert und festgelegt”, erläutert der Wolfsbeauftragte.

Leitfaden für Vorbeugung und Entschädigung

Der Managementplan regelt nun auch Fragen der Vorbeugung und Entschädigung. “Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen vom Herdenschutz bis zum gezielten Abschuss. Die Zahl der Wölfe rund um Salzburg steigt. Damit wächst auch der Druck auf unsere Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Wir sind jetzt sehr gut auf das Frühjahr vorbereitet”, betont Schwaiger.

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