SCHMIEDTBAUER: KEINE NEUEN HÜRDEN FÜR VERANTWORTUNGSVOLLE FORSTWIRTSCHAFT

Jul 12, 2022 | Allgemein

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder sind für EU-Green-Deal essenziell

Brüssel, 12. Juli 2022 (aiz.info). – Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, sprach sich anlässlich der heutigen Abstimmung zur EU-Waldstrategie im Agrarausschuss des EU-Parlaments gegen eine übermäßige Reglementierung der Wald- und Holznutzung im Rahmen des Green Deals aus. „Die EU-Waldstrategie ist entscheidend für das Gelingen des EU-Green-Deals. Wir brauchen multifunktionale, nachhaltig bewirtschaftete Wälder, wenn wir unsere Klima- und Umweltschutzziele erreichen wollen. Ohne die Nutzung der nachwachsenden Ressource Holz und die Einbindung der Waldbesitzer wird es nicht gehen. Der Vorschlag der EU-Kommission beinhaltet aber leider einige Hürden. Es ist ein Widerspruch, wenn auf der einen Seite Ziele für Klima und grüne Energie erreicht werden sollen, gleichzeitig aber auf der anderen Seite die Wald- und Holznutzung im Übermaß reglementiert und beschränkt wird“, erklärte Schmiedtbauer.

„Im Agrarausschuss haben wir uns klar gegen neue Hürden für die nachhaltige Waldnutzung und für die Stärkung der Waldbesitzer und des Subsidiaritätsprinzips in der Forstpolitik positioniert.

Die Waldbesitzer sind diejenigen, die die EU-Waldstrategie mit der Umsetzung auf ihrem Grund und Boden erst mit Leben erfüllen. Sie müssen bei den künftigen Gesetzesinitiativen zum Wald berücksichtigt werden. Das gleiche gilt für die EU-Mitgliedstaaten, die Regionen und die Gemeinden, die die Vielfalt der Wälder Europas kennen und eine zielgerichtete Forstpolitik schaffen können. Das ist ein wichtiger Schritt, denn es geht um Klima und Umwelt, die Bürgerinnen und Bürger, die den Wald als Erholungsraum schätzen, und um die rund 300.000 Menschen in Österreich und die mehr als 2 Mio. Menschen in der EU, die ihr Einkommen aus dem Wald erwirtschaften“, betonte Schmiedtbauer, die auch Co-Vorsitzende der parteiübergreifenden Arbeitsgruppe „Nachhaltige Waldbewirtschaftung“ im Europäischen Parlament ist. Die Position des Agrarausschusses soll im September im Plenum des EU-Parlamentes bestätigt werden.

„Unsere Wälder wollen und müssen wir nützen. Wir dürfen sie nicht nur schützen und zu Kohlenstoffmuseen verkommen lassen. Unsere Geheimwaffe im Kampf gegen den Klimawandel ist die Substitution, also der Ersatz von fossilen und CO2-intensiven Materialien durch den nachwachsenden Rohstoff Holz. So speichern wir CO2 aus der Atmosphäre auf Dauer und können unsere Klimaziele stärken. Dafür muss die neue EU-Waldstrategie zukunftsweisend sein. Die Forstwirtinnen und Forstwirte stehen bereit, den Wandel zu einem nachhaltigeren Europa zu unterstützen und die vielen Vorteile der multifunktionalen, nachhaltig bewirtschafteten Wälder Europas aufzuzeigen. Die EU-Kommission muss nun auf die Stimme der Vernunft aus dem EU-Parlament reagieren und den Weg dazu ebnen“, so Schmiedtbauer.

Weitere aktuelle Beiträge

EU-WALDPOLITIK MUSS NACHHALTIGE BEWIRTSCHAFTUNG ERMÖGLICHEN

EU-WALDPOLITIK MUSS NACHHALTIGE BEWIRTSCHAFTUNG ERMÖGLICHEN

Land NÖ, Landwirtschaftskammer NÖ und NÖ Waldverband unterzeichnen Charta für eine selbstbestimmte Waldbewirtschaftung St. Pölten, 20. März 2024 (aiz.info). - Die neue EU-Entwaldungsverordnung und das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur sind fernab jeder Realität...

mehr lesen