SCHMIEDTBAUER: CHANCE AUF ZUKUNFTSGERICHTETE FORSTSTRATEGIE NICHT VERGEBEN

Feb 12, 2021 | Allgemein

Aktive Waldbewirtschaftung ist effiziente Maßnahme gegen den Klimawandel

Brüssel, 11. Februar 2021 (aiz.info). – Die von EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans bevorzugte CO2-Speicherung in außer Nutzung gestellten Wäldern ist für Simone Schmiedtbauer, ÖVP-Agrarsprecherin und Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Waldbewirtschaftung“ im Europaparlament, der falsche Weg: „So nutzen wir das Potenzial unserer Wälder nicht und schaden ihnen zusätzlich. Der Baustoff der Zukunft ist unerlässlich für den Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und einer nachhaltigen Bioökonomie.

Diese Realität muss sich in einer starken EU-Forststrategie widerspiegeln“, machte Schmiedtbauer im Gespräch mit Timmermans über die geplante EU-Forststrategie, die bis zum Sommer vorgestellt werden soll, deutlich. „Die Wälder Europas leiden bereits unter steigenden Temperaturen, weniger Niederschlägen und wachsendem Schädlingsdruck. Hier müssen wir aktiv eingreifen, die Wälder verjüngen und klimafit machen, bestehende Baumarten zum Teil ergänzen, damit wir auch ein Maximum an CO2-Speicherung erreichen. Die Klimawandelanpassung der Wälder ist in der künftigen EU-Forststrategie von höchster Bedeutung“, so Schmiedtbauer.

Klimafitte Zukunftswälder und eine aktive Waldbewirtschaftung seien für einen erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel entscheidend. „Ohne nachhaltig bewirtschaftete, klimafitte Wälder, ohne die Förderung der Nutzung von Holz-Biomasse und mehr Bioökonomie wird es kein grüneres Europa geben. Diese Einsicht muss sich auch in der EU-Kommission durchsetzen, sonst ist die Forststrategie eine vergebene Chance – für Europa, für den Kampf gegen den Klimawandel und für die Menschheit. Und wir wissen nicht, wie viele Chancen wir dann noch bekommen, um jüngste Fehler zu beheben“, stellte Schmiedtbauer klar.

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