SCHMIEDTBAUER BERÄT MIT EU-EXPERTENGREMIUM PRAKTIKABLE LÖSUNGEN GEGEN DEN WOLF

Nov 20, 2020 | Allgemein

Naturverbundene Art der Viehhaltung sichert Kulturgut und bäuerliche Existenzen

Brüssel, 19. November 2020 (aiz.info). – Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, berichtet in einem Expertengremium der EU-Kommission über die Praxis zum Wolf im Alpenraum. Schmiedtbauer wurde dazu von EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius eingeladen, der im ersten Quartal 2021 überarbeitete Leitlinien für die Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie präsentieren möchte, in der der Schutz des Wolfs geregelt ist. „In einem Land wie Österreich ist eine harmonische Koexistenz zwischen Mensch, Weidetier und Wolf besonders schwierig. Die Alm- und Weidewirtschaft ist hier kleinstrukturiert und extensiv, die Weidetiere werden in kleinen, gemischten Herden vielfach an extremen und verstreuten Standorten gehalten. Da funktionieren die oft angepriesenen Schutzmaßnahmen wie Zäune, Herdenschutzhunde, Nachtpferchen und Hirten gegen den Wolf leider häufig nicht. Es braucht deshalb dringend praktikable Lösungen“, erklärt die Europaparlamentarierin.

Die traditionelle Alm- und Weidewirtschaft sei in Zukunft nicht mehr machbar, breite sich der Wolf weiter ungehindert im Alpenraum aus. Das wäre nicht nur für die Landwirtschaft ein harter Schlag. „Denn mit Weidetieren bewirtschaftete Almen sind auch Teil unserer Kultur und schützen die Talbewohner durch die Bodenverdichtung vor Muren. Die damit verbundene Pflege der Kulturlandschaft ist Grundlage für Tourismus und Freizeitwirtschaft, die Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen“, verdeutlicht Schmiedtbauer.

Jährlich treiben in Österreich die Landwirte rund 300.000 Rinder, 100.000 Schafe, 10.000 Ziegen und 8.800 Pferde auf ungefähr 8.000 Almen. Diese Tiere künftig wegzusperren, entspreche einer natürlichen und artgerechten Haltung von Weidetieren nicht, gibt Schmiedtbauer zu bedenken.

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