Alle sechs bestätigten Risse von einem einzigen männlichen Tier

Salzburg, 26. Juni 2018 (aiz.info). “Über die Wolfsrisse im Mai und Juni im Pongau gibt es neue Erkenntnisse: Bei den sechs bestätigten Fällen handelt es sich um ein einziges Tier. Es ist ein Männchen, das noch nie zuvor in Österreich registriert wurde. Seit 6. Juni gibt es keine neuen Risse, das Land Salzburg verfolgt das 5-Punkte-Aktionsprogramm aber weiter”, teilte heute Agrarlandesrat Josef Schwaiger mit.

“Die Geotypisierung der Wolfs-DNA von den Pongauer Rissen hat eine Übereinstimmung in allen sechs Fällen ergeben. Es handelt sich um ein Individuum, einen einzigen männlichen Wolf”, berichtete Hubert Stock, Wolfsbeauftragter des Landes Salzburg. Seit 6. Juni gibt es keine konkreten Hinweise mehr auf Wolfsrisse, damals wurde die letzte DNA-Probe bei einem toten Widder in Großarl entnommen.

Land verfolgt 5-Punkte-Aktionsprogramm weiter

Experten sind sich allerdings einig, dass dieses Thema Salzburg auch in Zukunft beschäftigen wird. “Es wäre naiv zu glauben, der Wolf kommt nicht, wir halten den Alpenraum frei von diesen Raubtieren. Er wird kommen, denn um uns herum in den Nachbarländern gibt es schon zahlreiche Rudel. Daher müssen wir vorbereitet sein”, betont Stock. “Herdenschutzmaßnahmen, schnelle, effiziente, unbürokratische Entschädigungen, der Managementplan für Problemwölfe und Verhandlungen über den Schutzstatus auf europäischer Ebene – das ist unser 5-Punkte-Aktionsprogramm, das wir weiterverfolgen. Das sind wir unseren Bäuerinnen und Bauern sowie dem ländlichen Raum schuldig”, sagte Schwaiger.

Inzwischen wird, wie berichtet, auf Initiative von Bundesministerin Elisabeth Köstinger auch an einem österreichweiten “Wolfszentrum” gearbeitet, Hubert Stock soll dafür der Koordinator werden. Dabei sollen alle Bundesländer gemeinsam vorgehen und Lösungen finden. Zum Beispiel soll die Definition, was ein Problemwolf ist, österreichweit gelten.

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