Riegelahorn erhielt das höchste Gebot

Rund 800 der schönsten und teuersten Baumstämme Oberösterreichs wurden in den vergangenen Wochen bei der 16. Wertholzsubmission in St. Florian, durchgeführt vom Waldverband OÖ und der Landwirtschaftskammer (LK), präsentiert und verkauft. Ein Riegelahorn erzielte bei dieser Laubholz-Versteigerung das höchste Gebot und brachte seinem Verkäufer 6.700 Euro ein. “Zahlreiche Besucher konnten sich beim heutigen Aktionstag davon überzeugen, dass die intensive waldbauliche Arbeit mit Laubholz wirtschaftlich Sinn macht”, berichtete Karl Grabmayr, Vizepräsident der LK Oberösterreich.

Eiche dominierte bei Angebot und Nachfrage

Die gefragteste Laubholzart ist zurzeit die Eiche und sie dominierte auch das Angebot: 80% der verkauften Stämme waren Eichenstämme. Die Verwendung dieser Baumart als Geschmacksträger für Fässer in der Wein- und Whiskyproduktion stand im Mittelpunkt des heutigen Aktionstages. Eichenholz wird gerne für Landhausdielen und Parkettböden sowie für Möbel verwendet. Ebenso dienen Eichenfurniere zur Veredelung des Interieurs von Luxuskarossen und hochpreisigen Yachten. Darüber hinaus wird Wertholz gerne bei der Inneneinrichtung von Nobelhotels eingesetzt.

Dass häufig Ahornstämme bei Versteigerungen Höchstpreise erzielen, ist einer Laune der Natur zu verdanken. Beim sogenannten “Riegelahorn” sind die beim gewöhnlichen Ahorn gerade im Stamm verlaufenden Fasern in sich gewellt. Durch Einwirkung des unterschiedlichen Lichteinfalls auf die Schnittflächen entsteht ein spezieller optischer Eindruck, der das Holz vor allem für die Furniererzeugung interessant macht. Ein Ahornstamm erzielte diesmal ein Höchstgebot von 3.800 Euro pro Festmeter. Waldbesitzer Johann Gansberger aus St. Peter in der Au erhielt dafür den Titel “Holzmoar” und die “Goldene Axt”. Ohne die fachkundige Unterstützung eines Waldhelfers hätte er den Stamm nicht zur Submission gebracht und sicher deutlich weniger erlöst, zeigte sich Gansberger überzeugt.

Durchschnittserlös von 447 Euro pro Festmeter erzielt

“Aufgrund der guten und intensiven Vorauslese der Wertholzstämme konnte heuer bei der OÖ Wertholzsubmission ein Durchschnittserlös von rund 447 Euro pro Festmeter über alle Sortimente erzielt werden. Im Mittel wurde jeder Stamm fünfmal beboten. Der Wert des versteigerten Holzes beträgt beinahe

500.000 Euro”, freute sich Grabmayr über das nach wie vor rege Interesse an dieser Art des Laubholz-Verkaufs. Beim Aktionstag trafen sich Waldbesitzer und andere Forstinteressierte aus ganz Österreich zu einem Informationsaustausch, zur Besichtigung der edlen Laubhölzer und zur Prämierung der Siegerstämme.

Dunkle Holzarten wie die Walnuss oder die Eiche liegen zurzeit voll im Trend. Deshalb erzielte die Eiche als Hauptbaumart der heurigen Wertholzsubmission durchschnittlich 483 Euro pro Festmeter und konnte damit das hohe Preisniveau des Vorjahres halten, berichtete Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.

Submission bringt Mehrerlöse

“Diese spezielle Art der Holzvermarktung über die Versteigerung hat sich bewährt. Gezielte Laubholzbewirtschaftung und eine der Nachfrage entsprechende Ernte zum richtigen Zeitpunkt machen Sinn”, unterstrich Grabmayr. Die intensive Information und Beratung im Vorfeld durch die Waldhelfer, unterstützt durch die Forstberater der Landwirtschaftskammer und des Waldverbandes OÖ, bringe den Waldbauern bei der Versteigerung im Vergleich zum klassischen Holzverkauf durchwegs höhere Erlöse. “Besonders die Vorauswahl der Stämme und die Hilfestellung bei der richtigen Holzausformung tragen wesentlich zur Qualitätssteigerung bei”, so der Vizepräsident.

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