10 Mio. Festmeter: Rekordschäden durch Borkenkäfer, Stürme und Schneedruck

Wien, 25. April 2019 (aiz.info). – “Wärme und Energie aus Öl oder Gas schaden dem Klima, wie der schon wieder extrem trockene und warme Frühling 2019 nach dem Dürre- und Hitzejahr 2018 erneut zeigt. Der Ausweg aus der Klimakatastrophe kann nur ein Abschied von fossiler Energie sein, Österreich will und wird daher auf nachhaltige Holzkraft setzen. Den notwendigen Schritt dafür setzte heute der Nationalrat mit dem Beschluss des Biomasse-Grundsatzgesetzes. Dieses bildet nun die rechtliche Basis für den Weiterbetrieb der Holzkraftwerke. Das hat nicht nur für das Klima große Bedeutung, es hilft auch dem durch Borkenkäfer, Stürme und Schneebruch schwer geschädigten Wald. Dass diese riesigen Mengen an Schadholz CO2-neutral nun in Holzkraftwerken in Wärme und Energie umgewandelt werden können, ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Waldschutz. Um welche Mengen Schadholz es sich dabei handelt, zeigt dieser Vergleich: Für den Abtransport sind mehr als 300.000 Lkw-Fuhren notwendig. Würde man die Lastwägen aneinanderreihen, ergäbe sich eine Strecke von mehr als 5.000 km, die von Wien bis zum Nordpol reicht”, erklärte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zum heutigen Beschluss des Parlaments.

Schädlinge wieder aktiv

“Die Schädlinge sind wegen des sehr warmen und trockenen Frühjahrs wieder aktiv, die Waldbesitzer müssen auch heuer mit sehr hohem Befallsdruck durch die Borkenkäfer rechnen. Die befallenen Baumstämme müssen so rasch wie möglich gefällt und aus dem Wald entfernt werden, um die Entwicklung neuer Käfergenerationen zu unterbinden. Würden voll funktionsfähige Ökostromanlagen abgeschaltet, wäre das in dieser angespannten Schadholzsituation fatal”, so Moosbrugger. Das Waldjahr 2018 war vom Schadholz geprägt. Fast 10 Mio. Festmeter, das ist mehr als die Hälfte des Gesamteinschlages, fielen an; davon alleine über 4 Mio. Festmeter Käferholz.

Nun: Ausführungsgesetze in Bundesländern

“Nach dem Beschluss des Biomasse-Grundsatzgesetzes müssen jetzt praxistaugliche Ausführungsgesetze in den Bundesländern verabschiedet werden. In Niederösterreich wurden dazu schon entsprechende Vorarbeiten geleistet und auch noch entsprechende Verbesserungsvorschläge für die Letztfassung des Biomasse-Grundsatzgesetzes eingebracht. Wir sind daher zuversichtlich, dass die Ausführungsgesetze ohne weitere Verzögerungen in allen Bundesländern vorliegen werden”, betonte Moosbrugger.

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