LK Vorarlberg fordert die Lockerung des absoluten Wolfsschutzes

Sep. 20, 2018 | Allgemein

Beutegreifer für jüngste Schafrisse im Bregenzerwald verantwortlich

Bregenz, 19. September 2018 (aiz.info). – Der Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg, Josef Moosbrugger, fordert rasches Handeln in Sachen Wolf: “Jetzt ist es klar. Für die Schafrisse im Bregenzerwald Ende August ist ein Wolf verantwortlich. Jetzt muss gehandelt werden.”

Laut der Fauna-Flora-Habitat -Richtlinie (FFH) der EU ist der günstige Erhaltungszustand für diesen großen Beutegreifer in jedem EU-Mitgliedstaat zu erreichen. Mit geschätzten 20.000 bis 30.000 Tieren im europäischen Raum ist dieses Ziel in Summe erreicht, womit der Grund für den besonders hohen Schutz der Wölfe wegfällt. Aufgrund der dichten Besiedelung, des breiten touristischen Angebotes und der daraus resultierenden vielseitigen Freizeitaktivitäten sowie einer flächendeckenden Landwirtschaft sei für Wolfsrudel in Vorarlberg kein Platz, heißt es in einer Aussendung der bäuerlichen Interessenvertretung. Deshalb fordert Moosbrugger eine Reihe von Maßnahmen, zu denen unter anderem eine wildökologische Raumplanung für den Wolf, die Novellierung des Jagdgesetzes (damit zum Schutz von Mensch und Tier im Ernstfall rasch eingegriffen werden kann) sowie ein klarer Aktionsplan zählen, der im angesprochen Ernstfall umgehend anzuwenden ist. “Man muss sich schon fragen, ob wir es uns leisten können, durch die Ansiedelung von Wölfen die Schafe aus unserer Region zu vertreiben, zumal sie in der Landschaftspflege im steilen Gelände eine wichtige Aufgabe erfüllen”, gibt der LK-Präsident abschließend zu bedenken.

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