Schutz von Menschen und Weidetieren muss im Vordergrund stehen

Die Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich fordert von der EU, dass der Schutzstatus der Wölfe geändert wird und Österreich nationale Handlungsmöglichkeiten ermöglicht werden. “Die Wölfe müssen sich vor dem Menschen fürchten und nicht die Menschen vor den Wölfen”, betont Hermann Schultes, Präsident der LK NÖ, und verlangt rechtliche Möglichkeiten bis hin zum Abschuss. “Wir erleben derzeit, dass die Wölfe bis in die Siedlungsgebiete vordringen. Bestätigt ist jetzt ein Wolfsriss in Mauerbach, ganz nahe bei Wien”, erklärt Schultes. Für ihn ist in der Wolfsthematik der Schutz von Menschen, Weide- und Haustieren oberstes Gebot. Es könne kein friedvolles Miteinander zwischen Wölfen und Menschen geben, wenn man bedenkt, wie leidvoll die gerissenen Tiere verenden.

Schultes fordert, die Rechtsverhältnisse so anzupassen, “dass die Wölfe scheu gemacht werden können und dort bleiben, wo sie keinen Schaden anrichten”. Im Vordergrund müsse die Regulierung des Wolfsbestandes stehen. “Wölfe müssen beschossen werden, wir müssen sie so erziehen damit sie scheu werden, nur wenn sie scheu sind, werden sie die Menschen und ihre Siedlungen meiden”, stellte Schultes klar.

Der LK NÖ-Präsident appelliert auch an die NGOs, die den Schutz des Wolfes fordern: “Wenn sich die NGOs daran erinnern, dass sie von den Spendengeldern der Menschen leben, erinnern sie sich hoffentlich auch daran, dass es diese Menschen sind, die sich vor den Wölfen fürchten. Die Wölfe verursachen Kosten und Schäden, die sicher nicht von den Geschädigten zu tragen sind. Wer die Wölfe will, hat auch die Verantwortung für die Kosten und die unerwünschten Folgen zu tragen”, so Schultes.

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