Soll Feinstaubemissionen durch falsch betriebene Holzfeuerungsanlagen verringern

Die Tiroler Landesregierung hat das seit dem Jahr 2012 bestehende Projekt “Richtig Heizen mit Holz” (www.richtigheizen.tirol) nun bis April 2020 verlängert.Die Förderung dafür beträgt 77.000 Euro. Ziel dieser Umwelt- und Klimaschutzinitiative ist die Reduktion der Feinstaubemissionen aus falsch betriebenen Holzfeuerungsanlagen. Im Zentrum stehen dabei die Bewusstseinsbildung und die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Thematik.

Darum ist das richtige Heizen wichtig

Der “Hausbrand” ist im Winter eine der Hauptursachen für die hohe Belastung der Atemluft mit Schadstoffen. Vor allem falsch angeheizte und alte Holzöfen verschlechtern die Luftqualität. Hinzu kommen in Tirol die häufigen Inversionswetterlagen mit zu wenig Luftaustausch, die zur Anreicherung mit Schadstoffen führen. “Besonders die kleineren Feinstaubteilchen sind problematisch. Mögliche Folgen sind Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu einer Verminderung der Lebenserwartung führen können”, weiß Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe. Der Wirkungsbereich der Kampagne wurde seit dem Start von Kachelöfen und Holzherden auf Pellets-Zentralheizungen erweitert, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Biomasse zur Erreichung der Energieautonomie bis 2050 zu schärfen. Nicht zuletzt erzeugen Holzheizungen im Betrieb 50- bis 70-mal weniger CO2 als jene mit Öl und Gas.

Das Projekt umfasst Beratung und themenspezifische Bewusstseinsbildung. Neben aktualisierten Informationsmaterialien für Gemeinden, den neu angebotenen Heizungschecks und Schulworkshops wird auch bei öffentlichen Veranstaltungen auf das Thema aufmerksam gemacht. Mit den 100 Heizungschecks soll im laufenden Betrieb speziell bei Biomassefeuerstätten eine Effizienzsteigerung und gleichzeitig eine Reduktion der Emissionen erreicht werden, ohne die Altanlage gleich erneuern zu müssen, so Felipe. Sollte es ökonomisch und ökologisch dennoch sinnvoll sein, würden Energieberater über den Austausch der Altanlage informieren.

Projekt unterstreicht Präsenz des Holzheizens

Im Rahmen des Projektes wurde 2018 eine repräsentative Studie durchgeführt, die die Präsenz und Brisanz von Holz zu Heizzwecken in Tirol widerspiegelt: 53% der befragten Bürger heizen zumindest ab und zu damit, 68% stehen diesem Brennstoff positiv gegenüber – vorwiegend deshalb, weil es sich um einen nachwachsenden, heimischen Rohstoff handelt. Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol, ist als Kooperationspartner von der Verlängerung des Projektes, auch hinsichtlich der Studienergebnisse, überzeugt: “Aufgrund der Studie wissen wir, dass mehr als zwei Drittel der Tiroler Bevölkerung Biomasse zu Heizungszwecken positiv gegenüberstehen. Allerdings sorgen sich viele auch wegen der Feinstaubbelastung oder fürchten, dass Wälder gerodet werden müssen, um mit Holz zu heizen. Diese Sorgen wollen wir ernst nehmen und dazu aufklären. Mit modernen Feuerstätten, dem richtigen Brennstoff und einem lokalen Brennstofflieferanten kann man sich sicher sein, dass man den Abend vor dem Kachelofen genießen kann.”

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