Nachhaltigkeitsministerin und Amtskollege Kobylkin unterzeichnen Kooperation im Bereich Forstwirtschaft

Wien, 6. Juni 2018 (aiz.info). – Beim Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin wurde ein “Memorandum of Understanding” von Bundesministerin Elisabeth Köstinger und dem Minister für natürliche Ressourcen und Ökologie, Dmitrij Nikolayevich Kobylkin, unterschrieben. “Österreichisches Know-how ist in vielen Ländern sehr gefragt. Russland zeigte großes Interesse an der österreichischen Forstwirtschaft und daher ist das Memorandum ein wichtiger Schritt hin zu einer engeren Kooperation in der Forstwirtschaft”, freut sich die Nachhaltigkeitsministerin.

Österreichs Wälder als Vorzeigemodell

In Österreich wächst jedes Jahr immer noch mehr Holz nach, als entnommen wird. 48% der österreichischen Staatsfläche sind von Wald bedeckt. “Bei uns wird Wald wirtschaftlich und trotzdem nachhaltig bewirtschaftet. Wir sind gerne bereit, unser Wissen zu teilen und den Russen mit unserer Erfahrung zu helfen. Dazu brauchen wir einen ständigen Austausch”, so Köstinger. Nur 85% des jährlich nachwachsenden Holzes werden in Österreich  entnommen. Österreichs Wälder wachsen also um rund 5.500 ha oder 4,5 Mio. Festmeter (fm) pro Jahr. Nachhaltigkeitsministerin Köstinger ergänzt: “Russland verfügt über 20% der Weltwaldfläche. Österreich ist demgegenüber zwar klein, aber punkto Forst- und Holzwirtschaft ein Player am Weltmarkt.”

Mehr Kooperation auf allen Ebenen

Um die Zusammenarbeit besser zu koordinieren, wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe für Forstwirtschaft, die aus der Bundesforstagentur (Rosleskhoz) und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus besteht, gegründet. Der Austausch von statistischen Daten sowie von wissenschaftlichen und technischen Informationen im Bereich der Forstwirtschaft, aber auch die wissenschaftliche Forschung und Bildungsaktivitäten im Bereich der Forstwirtschaft stehen im Fokus der Arbeitsgruppe. “Eine nachhaltige und effiziente Bewirtschaftung unserer Wälder ist schon allein wegen der Rolle, die sie für das Klima spielen, von globaler Bedeutung. Das wird auch für Russland immer wichtiger. Daher müssen wir im Bereich der Wissenschaft noch enger kooperieren. Der regelmäßige und strukturierte Erfahrungsaustausch unserer Experten ist dafür eine wichtige Voraussetzung und die Grundlage dieser nun unterzeichneten Partnerschaft”, so Köstinger.

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