Wien, 25. November 2016, Waldverband Österreich – Der allseits bejubelte Klimavertrag von Paris bedeutet in letzter Konsequenz den vollständigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle. Bundesminister Rupprechter ist zu danken, dass er mit einer Rechtsstudie den Weg zu einem Verbot von Ölheizungen für Neubauten und bei Kesseltausch geebnet hat.

„In Anbetracht der schon heute verfügbaren Technologien sind Heizsysteme die auf fossilen Energiequellen beruhen nicht mehr zeitgemäß. Wir müssen die Anliegen der Zeit gemeinsam in Angriff nehmen. Nicht Arbeitsplätze in Saudi Arabien, sondern Wertschöpfung und Einkommen für österreichische Familien, vom Bauern bis zum Arbeiter, sind unsere Anliegen. Eine massive Reduktion des Energieverbrauchs und weitere mutige Maßnahmen der Politik werden dafür notwendig sein“, unterstreicht Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, die Bedeutung des Vorschlags von Bundesminister Rupprechter.

„Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass der niederösterreichische Umweltlandesrat Stephan Pernkopf das Verbot von Ölheizungen als einer der ersten wieder aufgegriffen hat und Niederösterreich dies auch zeitnahe umsetzen wird“, ergänzt Rosenstatter weiter.

Wald und Holz Teil der Lösung

„Die Zukunft unserer Enkelkinder muss es Wert sein, die Nutzung des vor unserer ‚Haustür‘ nachhaltig produzierten und nachwachsenden Rohstoffes Holz zu forcieren und den Umstieg auf erneuerbare Energieträger zu fördern. Wald und Holz müssen dabei immer gemeinsam und dürfen niemals isoliert voneinander betrachtet werden“, warnt Rosenstatter davor, den Wald zum reinen Kohlenstoffspeicher zu degradieren“. Der Obmann weiter: „Erst die verstärkte Verwendung von Holz ist der Schlüssel zum Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen. Wird Holz etwa vermehrt als Baustoff genutzt, bleibt das CO2 lange gespeichert und zudem können dadurch CO2-intensive Materialien ersetzt und zusätzlicher Schadstoffausstoß vermieden werden. Die Holznutzung ist somit Teil der Lösung des Klimaproblems.“

Holznutzung belohnen nicht sanktionieren

„In Zusammenhang mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission zum Klimaschutz muss daher auch völlig klar sein, dass nicht das Belassen des wertvollen Rohstoffes Holz im Wald im Vordergrund stehen darf, sondern es völlig klar sein muss, dass der jährliche Zuwachs im Wald auch ohne Sanktion genutzt werden darf. Folgt die Europäische Kommission diesem nachhaltigen Grundprinzip nicht, beraubt sie sich selber des Rohstoffes für die Bioökonomie und der Strategie aus den fossilen Rohstoffen auszusteigen“, warnt Rosenstatter vor falscher politischer Weichenstellung.

 

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