Bis auf weiteres ist auch für Österreich ein solides Wirtschaftswachstum zu erwarten. Dieses basiert unter anderem auf einem für die Holzwirtschaft bedeutsamen Wachstum der Bauinvestitionen sowie einem robusten Außenhandel. Die Holz verarbeitende Industrie profitiert von einer außerordentlich guten Auftragslage und hoher Rohstoffverfügbarkeit.

Am Nadelsägerundholzmarkt prolongiert sich bei deutlich zu hohem Rundholzangebot die schwierige Vermarktungslage. Die Rundholzlager an den Sägestandorten sind derzeit nur im Ausmaß der eingeschnittenen Rundholzmenge aufnahmefähig. Dementsprechend erfolgt die Zufuhr restriktiv und ist streng kontingentiert. In Kombination mit zu geringen Transportkapazitäten auf Schiene und Straße bauen sich vor allem die kalamitätsbedingten Waldlager, die ein enormes Forstschutzrisiko darstellen, wieder rasch auf. Auch bei Mengen unter Vertrag müssen Wartezeiten von bis zu sechs Wochen eingeplant werden, Qualitätseinbußen sind vorprogrammiert. Bei Anhalten des übermäßig starken Holzflusses ist eine Entspannung frühestens Anfang des vierten Quartals zu erwarten. Vertragsfreie Mengen sind de facto nicht absetzbar. Aufgrund des massiven Angebots aus Importen und Inlandsmengen werden die Übernahmerichtlinien teilweise sehr streng ausgelegt. Es dürfte aber ausreichend Holz guter Qualität am Markt sein, da sich der Preis für das Leitsortiment Fichte, ABC, 2b um bis zu drei Euro je FMO reduziert hat. Der Abstand zur C-Kreuz-Qualität beträgt rund € 30,-/FMO. Alle Zusatzmengen aus Normalnutzungen und Gewitterstürmen –auch wenn noch so überschaubar- belasten den völlig überlasteten Rundholzmarkt.
Die Vermarktung von Kiefer ist aufgrund des massiven Käferholzanfalles ebenfalls sehr schwierig. Einzig die Lärche ist weiterhin sehr rege und zu guten Preisen nachgefragt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist zwar ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz bevorratet, aber weiterhin für heimische Lieferungen voll aufnahmefähig. Wo Transportkapazitäten zur Verfügung stehen, wird bereitgestelltes Holz rasch abgefrachtet und übernommen. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil. Rotbuchenfaserholz wird bei gleichbleibenden Preisen im üblichen Ausmaß nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz ist bei verschiedenen Abnehmern möglich.

Wie auch im Vormonat sind die Abnehmer von Energieholz in den Borkenkäfer-Schadgebieten sehr gut bevorratet. Zusätzliche Mengen können nur schwierig und zu reduzierten Preisen vermarktet werden. Hackgut minderer Qualität ist kaum abzusetzen. Im Süden Österreichs ist die Nachfrage weiterhin auf ansprechendem Niveau.

Die erste Generation Borkenkäfer ist bereits ausgeflogen. Es wird daher dringend empfohlen, die Bestände zumindest wöchentlich auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren und wirksame Forstschutzmaßnahmen zu treffen.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf getätigte Geschäftsfälle des Zeitraumes Mai – Anfang Juni und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht Juni 2018

Holzpreise Juni 2018

Preisentwicklung Juni 2018

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