In Österreich wächst die Wirtschaft so stark wie zuletzt vor sieben Jahren. Die Bauwirtschaft trägt dazu wesentlich bei. Sowohl Wohnbau, sonstiger Hochbau und auch der Tiefbau verzeichnen deutliche Zugewinne. Die Aussichten auf eine Fortsetzung der guten Konjunktur sind positiv.

Entsprechend der europaweit sehr guten Baukonjunktur und der guten Absatzlage auf den internationalen Schnittholzmärkten ist der Bedarf der Sägeindustrie an Fichtensägerundholz unverändert hoch. Der Föhnsturm vom 11. Dezember 2017 hat insbesondere in den Bundesländern Kärnten, Steiermark und Salzburg Schäden verursacht. Die Mengen sind überschaubar und aufgrund aufnahmefähiger Sägewerke und fehlendem Zeitdrucks bei der Aufarbeitung problemlos im Wintereinschlag unterzubringen. Slowenien ist wahrscheinlich stärker als Österreich betroffen, der Importdruck wird daher wieder steigen. Auch wenn sich die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b mittlerweile österreichweit wieder etwas erholt haben, wurde die Motivation für Mehrnutzungen im Sommer gebrochen. Daher beschränkt sich die Holznutzung derzeit auch noch auf die Aufarbeitung der diversen Kalamitäten. Die Preise für schlechtere Qualitäten befinden sich weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Unverändert schwach ist auch die Nachfrage bei Kiefernsägerundholz durchschnittlicher Qualität.

Am Laubsägerundholzmarkt ist die Eiche weiterhin in allen Qualitäten sehr rege gefragt. Die Nachfrage anderer Laubholzarten ist sehr stark von Dimension und vor allem Qualität abhängig. Die angebotene Holzmenge der im Jänner/Februar stattfindenden Wertholzsubissionen der Waldverbände liegt auf dem Niveau der Vorjahre.

Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Industrierundholz bevorratet. Die Abnahme verläuft vertragskonform. Im Süden Österreichs ist die Lage derzeit nach wie vor stabil. Im Norden ist die Zufuhr noch teilweise kontingentiert, mittlerweile können aber Zusatzmengen wieder leichter vermarktet werden. Rotbuchenfaserholz wird bei guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt. Wird die Beimengung von Esche vereinbart, muss der Beimischungsgrad strikt eingehalten werden, um Preisabschläge zu vermeiden.

Am Energieholzmarkt ist aufgrund anhaltend niedriger Temperaturen ein höherer Verbrauch zu verzeichnen. Die Werke sind bei stabilen Preisen gut bevorratet, der Absatz schlechterer Qualitäten daher weiterhin sehr schwierig. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Brennholz ist hingegen anhaltend rege.

Alle angegebenen Preise – mit Ausnahme der Steiermark – beziehen sich auf den Zeitraum Ende November bzw. Anfang Dezember 2017 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht Dezember 2017

Holzpreise Dezember 2017

Preisentwicklung Dezember 2017

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