Holzmarktbericht der LKÖ April 2017

Apr 13, 2017 | Holzmarktberichte

Gleichzeitig stattfindender Konjunkturaufschwung in Asien, den USA und Europa sowie positive Ergebnisse der Wirtschaftsindikatoren für Österreich führten zu einer Korrektur der heimischen Konjunkturprognose. Das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet mit 2 % (ursprünglich 1,5 %), das Institut für höhere Studien mit 1,7 % (1,4 %) Steigerung für das Jahr 2017. Neben der Inlandsnachfrage, begünstigt durch die Arbeitsmarktlage, sollte auch der Außenhandel wieder stärker zum Wirtschaftswachstum beitragen.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind derzeit gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Aufgrund der guten Nachfrage auf den Schnittholzmärkten ist laufender Bedarf an frischem Holz gegeben. Die Abfuhr und Übernahme erfolgt zügig, Straßensperren wurden bereits aufgehoben. Starkholz schlechter Qualität steht teilweise unter Druck, die übrigen Preise für Fichtennadelrundholz haben sich weiter gefestigt. Das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt je nach Region zwischen € 87,- und € 97,- je FMO. Für Lärche, aber auch für Sondersortimente bei Fichte und Tanne, sind attraktive Preise erzielbar. Die Preise für Kiefer sind stabil, in Niederösterreich konnte die Untergrenze des Preisbandes angehoben werden.

Zum Abschluss der Laubsägerundholzsaison ist die Nachfrage nach Eiche unverändert gut, ebenso wird starkes Rotbuchenholz nachgefragt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist, auch aufgrund des hohen Anfalls von Sägenebenprodukten, sehr gut mit Nadelindustrieholz bevorratet. Während die Zufuhr von Schleifholz normal verläuft, ist sie bei Faser- und Plattenholz teilweise kontingentiert. Die Industrie signalisiert jedoch weiterhin volle Aufnahmefähigkeit für heimisches Industrierundholz. Rotbuchenfaserholz wird bei sehr guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz bleibt weiterhin schwierig.

Trotz guter Bevorratung sind am Energieholzmarkt zusätzliche Mengen guter Qualität abzusetzen. Hackgut schlechter Qualität ist unter Druck. Aufgrund begrenzter Absatzmöglichkeiten von Eschenfaserholz werden Übermengen aufgrund des Eschentriebsterbens vermehrt der thermischen Verwertung zugeführt.

Wegen der anhaltenden Niederschlagsdefizite und ungewöhnlich milder Witterung im März und April, sollten bereits jetzt die Bestände regelmäßig auf Borkenkäferbefall kontrolliert, befallene Bäume entfernt und der Bereich großzügig gerändelt werden.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende März bzw. Anfang April 2017 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Seit 1. Jänner 2016 gelten für den Holzverkauf an Unternehmer folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht April 2017
Holzpreise April 2017
Preisentwicklung April 2017

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