1.500 Besucher zeigten enormes Interesse am Wald

Linz, 1. Februar 2018 (aiz.info). – “Die forstliche Informations-Tour unter dem Motto ‘Waldwirtschaft hat Zukunft’ ist jetzt mit großem Erfolg zu Ende gegangen und hat in allen vier Vierteln Oberösterreichs die Erwartungen der Veranstalter übertroffen”, teilte heute Landesrat Max Hiegelsberger mit. Er hat diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um den konstruktiven Austausch zwischen Forst- und Holzwirtschaft zu pflegen. Anlass war der im Sommer 2017 wegen der prekären Borkenkäfersituation abgehaltene runde Tisch, bei dem es darum ging, den Dialog und das Verständnis zwischen Urproduktion und Verarbeitern zu fördern.

Rund 1.500 Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft folgten der Einladung von Hiegelsberger und besuchten die Veranstaltungsreihe in den landwirtschaftlichen Fachschulen Hagenberg, Altmünster, Schlierbach und Otterbach. In den Fachvorträgen wurden Antworten auf Fragen in den Bereichen Baumartenwahl, Durchforstung, Waldpflege, Holzvermarktung und Holzabsatz gegeben. “Der bewirtschaftete Wald kann die Anforderungen des Klimawandels im Sinne der Nachhaltigkeit am besten erfüllen und erfordert auch die Beharrlichkeit in der Wald-Wild Frage”, sagt die Landesforstdirektorin Elfriede Moser.

Die Veranstaltungen wurden in enger Kooperation von Landesforstdienst, Landwirtschaftskammer, Bäuerlichem Waldbesitzerverband und Holzindustrie abgehalten. LK-Präsident Franz Reisecker verwies dabei auf die große Bedeutung des Waldes, “denn er stellt auch in Zukunft die Grundlage für die Versorgung mit dem nachhaltigen und ökologischen Rohstoff Holz dar”.

“Angesichts der Klimaerwärmung ist die Forstwirtschaft gefordert, die Wälder in naturnahe, stabile und ertragreiche Bestände umzuwandeln, die auch in 100 Jahren noch wachsen können. Für die Wiederbewaldung mit naturnahen Mischwäldern nach Borkenkäfer- und Windwurfkalamitäten werden Förderungen bis ca. 6.000 Euro gewährt”, unterstrich Landesrat Hiegelsberger.

Gemeinsame Holzvermarktung nutzen

Christoph Jasser, Waldbauexperte des Landes OÖ, referierte über Bewirtschaftungskonzepte für den klimaangepassten Wald. Ferdinand Reisecker, Obmann der Fachgruppe Holzindustrie der Wirtschaftskammer OÖ, betonte die Wichtigkeit einer kontinuierliche Holzversorgung und gab einen Einblick in die Holzindustrie, welche eine jährliche Rundholz-Einschnittmenge von 2,3 Mio. m3 verzeichnet. Franz Kepplinger, Obmann des Bäuerlichen Waldbesitzerverbandes, verwies auf die Leistungskraft der Forste und appellierte an die Waldbesitzer, die Zuwächse im Kleinwald und die gemeinsame Holzvermarktung zu nutzen. Johannes Wall von der LK OÖ analysierte das Arbeitseinkommen in der Forstwirtschaft und wies auf die sorgfältige Kostenrechnung mittels Waldwirtschaftsplänen hin.

Land Oberösterreich

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