Forstexperte berichtet aus Schadbestand über Vorbeugung und Bekämpfung

Wien, 30. Mai 2018 (aiz.info). – Das kürzlich vom Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) veranstaltete erste Borkenkäfer-Farminar steht ab sofort auch auf www.lfi.at zum Nachschauen zur Verfügung. So haben gleich bei diesem Pilotversuch rund 60 Interessenten die Chance ergriffen, sich online, live und kostenlos aus dem Wald über diese gefürchteten und derzeit höchst aktiven Schädlinge sowie die wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen informieren zu lassen. Ein Farminar ist eine innovative Weiterbildungsmöglichkeit im Internet, die eine Wortkreation aus dem englischen “farm” für Bauernhof und “Seminar” darstellt.

Kleinwaldbesitzer als höchst interessante Zielgruppe

“Unser erstes Borkenkäfer-Farminar kann nicht zuletzt dank unseres hervorragenden Forstexperten Karl Schuster von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich als voller Erfolg betrachtet werden”, zeigte sich der E-Learning-Projektleiter des LFI, Gerald Pfabigan, mit Ablauf und Nachfrage höchst zufrieden. Schuster ergänzt: “Besonders freut uns auch, dass es sich laut einer anfangs durchgeführten Umfrage bei über einem Viertel der Teilnehmenden um Kleinwaldbesitzer mit unter 5 ha Forstfläche handelte. Diese haben meist andere Berufe und kaum Zeit für forstliche Weiterbildungen im herkömmlichen Sinne. Dadurch stellen sie für uns eine besonders interessante Zielgruppe dar. Schließlich wollen wir auch in den vielen Kleinwäldern für eine professionelle Bewirtschaftung sorgen. Insbesondere gilt das natürlich, wenn es um Schädlingskalamitäten geht, die leicht auf andere Bestände übergreifen können.”

So informierte Schuster höchst lebendig, kompetent und anschaulich über Biologie, Vorbeugung und Bekämpfung der wichtigsten Borkenkäferarten. Er führte aus einem geschädigten Bestand im Waldviertel Fraßbilder von Kupferstecher und Buchdrucker vor, den zwei wichtigsten Borkenkäferarten bei Fichten. Verschiedene Fallen wurden ebenso präsentiert wie Fangbäume und Überwurfnetze.

Mehrheit der Teilnehmenden selbst betroffen

“Wie sehr das Borkenkäferproblem den Waldbesitzerinnen und -besitzern derzeit unter den Nägeln brennt, haben auch die zahlreichen Fragen gezeigt, die unserem Fachmann gestellt worden sind”, so Pfabigan. 41% der Teilnehmenden gaben bei der Anfangsumfrage zudem an, starke Schäden in ihren Beständen zu haben, 50% berichteten von schwachen Schäden. Lediglich 9% waren demnach nicht betroffen. “Um noch mehr Interessierte praxisnah über dieses wichtige Thema zu informieren, steht unser Farminar ab sofort auch online zu Verfügung. Wir hoffen, dass wir dadurch noch mehr Menschen für dieses moderne Weiterbildungsformat begeistern und möglicherweise beim nächsten Farminar live begrüßen können”, ergänzte die Innovationsverantwortliche des LFI, Lisa Piller, die das Borkenkäfer-Farminar auch moderierte. Durchgeführt wurde dieses im Rahmen der LFI-Initiative “Neues und webbasierendes Lernen in der land- und forstwirtschaftlichen Erwachsenenbildung” und somit im Rahmen des EU-Programms LE 14-20 unterstützt.

Borkenkäfer-Broschüre

Hinweisen möchten das LFI und die LK Österreich außerdem auf die beim Farminar vorgestellte und vom Waldverband Österreich ausgearbeitete Borkenkäfer-Broschüre. Diese kann unter dem Link http://www.waldverband.at/ueber-uns/downloads/ heruntergeladen werden. Außerdem liegt sie in allen Landwirtschaftskammern zur näheren Information auf.

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