Durchschnittserlös bei den Submissionen leicht gestiegen

Feb 1, 2016 | Allgemein

 Wien, 1. Februar 2016, Waldverband Österreich – Am 20. und 25. Jänner 2016 wurden die heimischen Laubwertholz-Submissionen in Heiligenkreuz / NÖ und St. Florian / OÖ erfolgreich abgehalten. Die gute Kooperation der Waldverbände Niederösterreich und Steiermark wurde auch heuer fortgesetzt. Die steirischen Werthölzer wurden wieder bei der Submission in Niederösterreich aufgelegt. „Dank des großen Engagement der Mitarbeiter der örtlichen Waldverbände und der Forstabteilungen der Landwirtschaftskammern konnte bei den heurigen Submissionen wieder ein hervorragendes Gesamtergebnis für die insgesamt 481 Lieferanten erzielt werden“, zeigt sich Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, über das Ergebnis erfreut.

Dunkle Holzarten besonders gefragt

Das Wertholzangebot umfasste unter anderem mit Apfel, Bergahorn, Birne, Eiche, Elsbeere, Esche, Kirsche, Schwarznuss, Walnuss und Zwetschke in Summe 22 Baumarten. Mit 1.925 Losen lag das diesjährige Angebot um 28 % über dem des Vorjahres. Auch das verkaufte Volumen ist mit 2.020 fm um 19 % gestiegen. Rund 90 Prozent der Hölzer zählten zu den vier Hauptbaumarten Eiche (67 %), Esche (14 %), Schwarznuss (6 %) und Walnuss (3 %). „Mit dieser Steigerung und einem der Marktlage entsprechendem Angebot wurde ein verstärktes Käuferinteresse bewirkt“, freut sich Rosenstatter.

Das höchste Gebot entfiel sowohl in Niederösterreich mit € 2.222,- und in Oberösterreich mit € 2.200,- auf eine Walnuss. Die aus der Steiermark stammende, 72 cm starke Walnuss in NÖ hatte mit einer Länge von 4,6 Metern 1,87 Festmeter und brachte einen Erlös von rund € 4.155,-. „Solch gute Ergebnisse erzielt man nur mit entsprechend starken Durchmessern, da dieser Wertfaktor den Preis wesentlich beeinflusst. Derartig hochwertiges und wertvolles Holz findet man bei exklusiven Inneneinrichtungen, im Boots- und Flugzeugbau aber auch im Instrumentenbau wieder“, erklärt der Obmann. Spitzenpreise pro Festmeter wurden auch wieder für Zwetschke (€ 2.100,-), Schwarznuss (€ 1.620,-), Eiche (€ 1.255,-), Elsbeere (€ 1.400,-), Birne (€ 916,-) und Kirsche (€ 750,-) erzielt.

Durchschnittspreis leicht gestiegen

Käufer, großteils aus Österreich und den umliegenden Nachbarländern, gaben mit über 10.100 um rund 12 % mehr Gebote auf die aus nachhaltig bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten Wäldern stammenden Hölzer als im Vorjahr ab. Allein 75 % der Gebote entfielen auf die Eiche. „Fünf Gebote pro Los bestätigen die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Laubholz“, ist sich Rosenstatter gewiss. Die Durchschnittspreise über alle Baumarten und Sortimente lagen in Niederösterreich bei € 430,-/fm (2015: € 442,-) und in Oberösterreich bei € 393,-/fm (2015: € 370,-). Österreichweit konnte der Durchschnittswert über alle Lose auf € 412,- pro Festmeter (2015: € 406,-) leicht gesteigert werden. Die Eiche ist mit über 7.527 Geboten die am häufigsten nachgefragte Baumart und erzielte einen Durchschnittserlös von € 450,-/fm (2015: € 394). Hohe Durchschnittspreise konnten auch wieder für Schwarznuss € 665,-/fm, Speierling € 752,-/fm, Elsbeere € 354,-/fm und Kirsche € 297,-/fm erzielt werden.

Aktive Waldbewirtschaftung lohnt sich

„Auch dieses Jahr haben die Submissionen gezeigt, dass mit gepflegtem und der richtigen Art der Vermarktung die Wertschöpfung merkbar gesteigert werden kann. Nicht zuletzt bringen solche Ergebnisse auch einen zusätzlichen Motivationsschub für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre Wälder aktiv zu pflegen und zu bewirtschaften“, so der Obmann abschließend.

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