Internationaler Tag des Waldes am 21. März

Innsbruck/Eisenstadt, 20. März 2018 (aiz.info). – Für Tirols Waldeigentümer gilt es im heurigen Frühjahr, dem Borkenkäfer den Kampf anzusagen, denn bereits 2017 sind die Schäden, die dieser Forstschädling verursacht, auf 131.000 m3 Schadholz – mit einem geschätzten wirtschaftlichen Schaden von 4,5 Mio. Euro – gestiegen. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt. “Aufgrund des Engagements der Waldeigentümer und des raschen Einschreitens der Waldaufseher und Bezirksforstinspektionen sind wir im Österreichvergleich noch mit einem blauen Auge davongekommen.

Damit die Schäden nicht weiter zunehmen, müssen wir auch heuer mit vereinten Kräften entsprechende Gegenmaßnahmen treffen”, betont Forstreferent Josef Geisler anlässlich des Internationalen Tags des Waldes (21. März). Das Land Tirol stellt für die Bekämpfungsmaßnahmen öffentliche Mittel zur Verfügung. Unterstützt werden etwa das Auslegen von Fangbäumen, die Entrindung von Holz in schwer zugänglichen Lagen sowie die Räumung von Schadflächen vor allem auch im Schutzwald. Die Waldaufseher und Bezirksforstinspektionen stehen als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite.

Der Wald erfüllt in Tirol eine wichtige Schutzfunktion und ist gleichzeitig auch eine bedeutende Einkommensquelle. Käferholz wird am Markt aber nur zu einem deutlich reduzierten Preis angenommen, weil die Verarbeitung höhere Kosten verursacht und nur weniger hochwertige Schnittware erzeugt werden kann. Der Einkommensverlust für die Tiroler Waldeigentümer durch das Käferholz wird für 2017 mit 4,5 Mio. Euro beziffert. Damit es zu keiner Massenvermehrung der Borkenkäfer und zu weiteren wirtschaftlichen Einbußen kommt, müssen die Waldeigentümer im heurigen Frühjahr besonders engagiert gegen den Borkenkäfer angehen.

Wie die Bekämpfung aussieht, skizziert Christian Schwaninger, Leiter der Abteilung Waldschutz in der Landesforstdirektion: “Neben der raschen Abfuhr der befallenen Bäume aus dem Wald, kann die Vermehrung der Käfer durch Fangbäume eingedämmt werden.” Diese werden ab März vorgelegt und sind dann im Frühjahr sehr attraktiv für die überwinternden Borkenkäfer, die hier ihre Brut anlegen. Vier Wochen nach der Besiedelung werden die Fangbäume aus dem Wald gebracht.

Anzeichen für Käferbefall

Typische Anzeichen für einen Käferbefall sind das Abplatzen der Rinde, starker Harzfluss und Spuren von Spechtarbeit im oberen Stammbereich. Starker Bohrmehlauswurf ist am Fuß des Stammes gut zu erkennen. Fichten, die bereits rote Kronen haben, müssen unverzüglich umgeschnitten, entrindet oder aus dem Wald gebracht werden. Die Borkenkäfer, allen voran der sogenannte Buchdrucker, zählen wegen ihrer überaus hohen Fruchtbarkeit und ihrem kurzen Generationszyklus zu den gefährlichsten Baumschädlingen. Aus einem einzigen Käferbaum können bis zu 50.000 Jungkäfer ausfliegen. Diese wiederum können 20 gesunde Bäume zum Absterben bringen.

Hautzinger: Aktive und nachhaltige Bewirtschaftung für einen klimafitten Wald

Für einen sorgsamen Umgang mit dem Wald plädiert auch der Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Burgenland, Franz Stefan Hautzinger, damit dessen zahlreiche Funktionen in vollem Umfang erhalten werden können. “Nachhaltige Forstwirtschaft ermöglicht eine positive Entwicklung unserer Umwelt. Unsere Bauern sind hervorragende Forstwirte und es ist ihnen ein großes Anliegen, durch umfassende Pflegemaßnahmen für die nachfolgenden Generationen einen gesunden, funktionsfähigen Wald zu erhalten”. Im Burgenland ist ein Drittel der Landesfläche bewaldet. Davon sind 80% Hochwald, der Rest Niederwald. Die häufigsten Baumarten sind Weißkiefer und Fichte bei den Nadelbäumen sowie Eiche, Hainbuche und Rotbuche bei den Laubbäumen.

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