Ausgezeichnete Wertholzsubmission 2011

Feb 7, 2011 | Wertholzsubmission

LagerWien, 7. Februar 2011, Waldverband Österreich – Zwischen 24. Jänner und 4. Februar 2011 wurden an den drei Standorten in Österreich (Heiligenkreuz/NÖ, St. Florian/OÖ und Großwilfersdorf/Stmk) die mit dem Agrarprojektpreis 2009 ausgezeichneten Wertholzsubmissionen abgehalten. „Dank der großartigen Leistung der Mitarbeiter der örtlichen Waldverbände in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern konnte wieder ein hervorragendes Gesamtergebnis für die Waldbesitzer/-innen erzielt werden“, betont Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich.

Anzahl der Lieferanten gestiegen

Umfasste die Lieferantenliste 2010 knapp 700 Waldbesitzer/-innen, sind dieses Jahr 907 Lieferanten den innovativen Weg der Wertholzsubmission gegangen, und das mit Erfolg. Das Wertholzangebot umfasste 2.600 Festmeter aufgeilt auf 29 Baumarten. Wie in den vergangenen Jahren waren neuerlich die Baumart Eiche mit 47,7 Prozent und Bergahorn mit 27,2 Prozent an der Gesamtmenge die Hauptbaumarten, gefolgt von Kirsche (4,2 %), Birne (3,7 %), Walnuss (3,3 %) und der Schwarznuss (2,5 %).

Durchschnittspreis auf hohem Niveau

Ähnlich wie im Vorjahr, erreichten Bergahornstämme in Niederösterreich mit € 6.818,- pro Festmeter (fm) und in Oberösterreich mit € 8.233,-/fm das höchste Gebot. In der Steiermark viel das höchste Gebot mit € 8.330,-/fm auf eine Walnuss. Der steirische Stamm brachte mit 1,54 Festmeter somit einen Erlös von über 12.800,- Euro. Die Durchschnittspreise über alle Baumarten und Sortimente lagen in Oberösterreich bei € 414,-/fm, in Niederösterreich bei € 362,-/fm und in der Steiermark bei € 524,-/fm. Österreichweit konnte für die Waldbesitzer/-innen ein ausgezeichneter Durchschnittserlös von € 416,-/fm erreicht werden. „Das Ergebnis zeigt, dass qualitativ hochwertiges Laubholz jederzeit gefragt ist. Voraussetzung für derartige Qualitäten ist jedoch eine fachkundige und regelmäßige Bewirtschaftung sowie Pflege der Bestände. Die von den forstlichen Ausbildungsstätten angebotenen Kurse sollten unbedingt besucht werden“, unterstreicht Rosenstatter.

Qualität der Hölzer im Vordergrund

Alle drei österreichischen Wertholzsubmissionen können äußerst zufriedenstellend bilanzieren. Zwischen 25 und 33 Käufer aus Österreich, Deutschland und Slowenien gaben über alle drei Standorte hinweg nahezu 11.700 Gebote für das aus PEFC-zertifizierten Wäldern stammende Wertholz ab. „Der eingeschlagene Weg der Waldverbände und Landwirtschaftskammern, auf die Qualität des Rundholzangebotes besonders zu achten, wird durch rund vier Gebote pro Stamm bestätigt“, erklärt der Obmann. Furnier- und Teilfurnierqualitäten konnten zu ausgezeichneten Preisen verkauft werden. Gute Erlöse je Festmeter erreichte man auch wieder für Zwetschke (€ 2.111,-), Schwarz- (€ 2.558,-) sowie Elsbeere (€ 2.405,-). Derart hochwertiges und wertvolles Holz findet bei exklusiven Inneneinrichtungen, im Instrumentenbau oder etwa im Bootsbau Verwendung.

Laubholz richtig ausgeformt

Bei den Aktionstagen konnten Waldbesitzer/-innen und Interessierte die verkauften Hölzer besichtigen und sich von Holzqualitäten und den bezahlten Preisen ein Bild machen. Für solch gute Ergebnisse ist eine fachgerechte Ernte und Ausformung der Stämme von großer Bedeutung. In den Bildungsbroschüren der Landwirtschaftskammern, „Laubholz richtig ausgeformt“ und „Formschnitt und Astung“, wird auf die wesentlichen Erfolgskriterien hingewiesen. Die reich bebilderten Broschüren können bei den Landwirtschaftskammern bestellt werden. „Es kommt zu einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit der fachgerechten Laubholzpflege, einer Hebung des Laubholz-Images bei den Waldbesitzern und zu einem höheren Einkommenspotenzial durch intensive Laubholzbewirtschaftung“, zieht Rosenstatter positiv Bilanz.

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