Hautzinger: Forststraßen wurden nicht als Freizeitwege für Mountainbiker errichtet

Jul 15, 2015 | Allgemein

Auf www.sicherheitimwaldfueralle.at  gegen weitere Öffnung des Waldes unterzeichnen

 

Eisenstadt, 15. Juli 2015 – „Der Wald ist Trinkwasserspeicher, er reinigt die Luft, bietet Schutz vor Hochwasser und ist ein wichtiger klimafreundlicher Lieferant von nachwachsenden Rohstoffen. Holz ist auch ein wertvoller Energielieferant und Baustoff. Probleme gibt es seit einiger Zeit mit der Forderung nach einer generellen Öffnung des Waldes für Mountainbiker. Forststraßen sind errichtet worden, um Holztransporte durchzuführen. Wir haben nichts dagegen, wenn Wanderer und Erholungssuchende den Wald benutzen. Aber bei Mountainbikern ist die Landwirtschaftskammer, als Interessenvertretung der Land- und Forstwirte, dagegen, dass diese durch den Wald fahren. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es kommt zur Störung der Tierwelt, der Bewirtschaftung des Bestandes und es ist natürlich auch eine Frage der Verantwortung. Wenn Mountainbiker auf den Forststraßen Unfälle haben, steht der Waldbesitzer möglicherweise in der Haftung. Daher spricht sich die LK Burgenland klar und deutlich dagegen aus, dass Mountainbiker ohne Erlaubnis auf Forststraßen und Waldwegen fahren“, erklärt LK-Präsident Franz Stefan Hautzinger.

Stimme erheben

Die Befürworter einer weiteren Waldöffnung haben Unterschriftenaktionen gestartet. Hier gilt es massiv dagegen zu halten. Der Österreichische Forstverein hat mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer die Kampagne „Sicherheit im Wald – für Alle“ ins Leben gerufen, die sich gegen eine generelle Öffnung des Waldes für Mountainbiker und damit gegen eine Änderung des Forstgesetzes ausspricht. Der Forstverein und die LK treten vielmehr für eine kontrollierte Ausweitung des Mountainbike-Netzes, auch zum Wohle der Natur, ein.Präsident Hautzinger ruft dazu auf, sich an dieser Kampagne zahlreich zu beteiligen: „Auf www.sicherheitimwaldfueralle.at kann Jeder diese Aktion online unterzeichnen.“ Auch Familienangehörige, Freunde und Bekannte sollen darauf aufmerksam gemacht und zur Unterstützung motiviert werden.

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