Lärchenstamm aus Leutasch erzielt 1.010 Euro pro Festmeter

 

Der Waldverband Tirol führt diese Woche in Vomperbach in Terfens die 2. Tiroler Nadelholzsubmission durch. Nach dem Versteigerungstag konnte erfolgreich Bilanz gezogen werden. 23 Waldbesitzer lieferten Holzstämme aus ganz Nordtirol an. Insgesamt wurden 83 Festmeter Fichte, 53 Festmeter Tanne, 47 Festmeter Zirbe und 39 Festmeter Lärche am Submissionstag ersteigert.

„Unser heimisches Tiroler Gebirgsholz hat einige Besonderheiten. In den besten Lagen stehen langsam gewachsene Stämme in Topqualitäten. Dieses Naturprodukt ist weit über die Landesgrenzen hinaus stark nachgefragt. Die zweite Tiroler Wertholzsubmission des Waldverbands hilft, für dieses Holz die richtigen Abnehmer zu finden“, zeigt LK-Präsident Josef Hechenberger auf. Hoch erfreut über die Resultate der Nadelholzsubmission sind auch die Organisatoren des Waldverbands Tirol. „Insgesamt wurden 223 Festmeter Holz der Baumarten Fichte, Tanne, Lärche und Zirbe beboten. Dabei konnten wir einen Durchschnittspreis von 244 Euro erzielen. Bei den Käufern des Holzes finden sich wie erwartet Furnierwerke, Erzeuger von Tonholz, Instrumentenbauer, Tischlereien und spezialisierte Holzhändler“, fasst Waldverbandsobmann Rudolf Köll zusammen. Erstmals nahmen auch Käufer aus Tirol teil. Von den insgesamt 15 erfolgreichen Bietern kamen fünf aus Tirol, vier aus anderen österreichischen Bundesländern und sieben aus Deutschland.

Gebirgsholz international gefragt

Langsam gewachsene Nadelholzstämme mit wenig Ästen, wenig Holzfehlern und guten Dimensionen machen ausgesuchtes Gebirgsholz zu einer Besonderheit am Markt. Das Holz ist vielseitig einsetzbar – Instrumentenbauer verwenden es zum Beispiel für Violinen, Cellos, Gitarren oder Cembalos. Auch Tischler, Schindelmacher und Furnierholzhersteller veredeln das Holz in ihren hochwertigen Produkten. Die Zirbe wiederum ist neben den Tischlern auch für Holzschnitzer hochinteressant. „Die Submission hat gezeigt, dass international bekannt ist, dass auch Tiroler Gebirgsholz für speziell hochwertige Anwendungen bestens geeignet ist und dadurch besondere Preise erzielen kann“, so Hechenberger.

Ergebnisse im Detail

Die Fichte erreichte einen Durchschnittspreis von 217 Euro, das Höchstgebot auf zwei Stämme lag bei 448 Euro. „Die starke Präsenz von Tonholzerzeugern und Furnierherstellern hat sicherlich zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen. Die Resultate bei der Lärche sind auch dieses Jahr wieder besonders positiv. Sie erzielte im Schnitt 264 Euro, der Höchstpreis lag gar bei 1.010 Euro je Festmeter. Damit wurde eine 1,8 Festmeter starke Lärche aus Leutasch zur ‚Braut‘ der Submission“, hebt Rudolf Köll das beste Versteigerungsobjekt hervor. Auch die Tanne bot Grund zur Freude, hier wurden im Schnitt 164 Euro erzielt, das Höchstgebot lag bei erfreulichen 323 Euro. Diese Baumart wird vom Holzmarkt sonst immer etwas stiefmütterlich behandelt. Die Zirbe erzielte im Schnitt 364 Euro. Das Höchstgebot lag bei 463 Euro.

Ablauf der Submission

Eine Submission ist keine klassische Versteigerung mit Holzhammer, wie man sie etwa aus Auktionshäusern kennt sondern ähnelt mehr einer öffentlichen Ausschreibung. Die potentiellen Käufer können vorab am Versteigerungsort das Holz besichtigen und auf die Stämme jeweils einen bestimmten Geldbetrag zu bieten. Dieses Gebot wird in einen geschlossenen Umschlag gesteckt und an den Veranstalter ausgehändigt. Am Submissionstag werden die Gebote geöffnet, der Bestbieter bekommt dann den betreffenden Stamm zugeschlagen. Ein Nach- oder Überbieten ist nicht möglich.

 

PDF-Dokument Ergebnisse Nadelwertholzsubmission Tirol 2015

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