In der Geschichte der Menschheit war es nie notwendig, den Wert der heimischen Land- und Forstwirtschaft zu kommunizieren. Das ist heute anders, denn nur mehr wenige Menschen haben einen direkten Bezug zur bäuerlichen Arbeit. Unwissenheit, Entfremdung bzw. fehlendes Vertrauen in unsere Arbeit sind die Folgen. Oder anders ausgedrückt: Die Existenz der bäuerlichen Land- und Forstwirtschaft hängt zunehmend an der Akzeptanz der nichtbäuerlichen Gesellschaft und diese macht immerhin rund 96 % aus.
Teil der Lösung sein
Seit meiner Kindheit hat mich die Faszination zur Land- und Forstwirtschaft nicht mehr losgelassen – sie ist mein Herzensthema. Als praktizierende Landwirtin am elterlichen Familienbetrieb ist die Bedeutung des Berufsstandes Bauer für mich schon immer ein prägender Faktor. Die gesellschaftspolitischen Ansichten über die praktizierende Land- und Forstwirtschaft stimmten mich jedoch extrem nachdenklich.
Nach meinem Abschluss am Francisco Josephinum studierte ich Agrarwissenschaften und arbeitete unter anderem viele Jahre an der Seite von Spitzenpolitikern. Zu dieser Zeit entdeckte ich meine Begeisterung und das große Potenzial der Kommunikation. Ich schloss ein Studium der Kommunikationswissenschaften ab und beschäftigte mich mit dem Spezialgebiet der Diskurs- und Medienwirkungsforschung. Ich untersuchte unter anderem die Position der Land- und Forstwirtschaft im gesellschaftspolitischen Diskurs anhand der Eigen- und Fremdwahrnehmung des Berufbildes Landwirt.
Meine innerste Überzeugung ist es, dass nur wir selbst in der Hand haben, wie wir von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Folglich gründete ich „Claudia Zinner – Kommunikationsbüro für Landwirtschaft“ und „WERTGEBEN.at – Werbeagentur für Landwirtschaft“ um Teil der Lösung zu sein. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Menschen und Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft dabei zu unterstützen, das Potenzial der Kommunikation für ihre Dienstleistungen und Produkte zu erkennen und erfolgreich anzuwenden.
In der Forstwirtschaft konkret begegnet uns die Problematik der Entfremdung
z. B. in Bereichen wie dem fehlenden Bewusstsein für bäuerliches Eigentum in der Freizeitwirtschaft, der Holznutzung oder in der Jagd. Denn, der Ausflug in die Natur ist kein Verhaltensfreibrief, unsere Kulturlandschaft ist nicht so aus der Natur hervorgegangen, sie ist das Ergebnis jahrhundertelanger bäuerlicher Arbeit und natürlich braucht es eine waidgerechte Jagd. Der Mensch hat mit der Sesshaftwerdung in die Natur eingegriffen. Heute geht es um ein respektvolles und ökosoziales Miteinander, denn jede Art der Extensivierung oder Intensivierung hätte enorme Folgen.
Klar ist, unsere heimische Land- und Forstwirtschaft ist greifbare Lebensqualität, Halt, Orientierung und Unabhängigkeit. Es ist an der Zeit, den Wert der bäuerlichen Arbeit wirkungsvoll zu kommunizieren, um das Kulturgut, den Beruf und die bäuerliche Rohstoff- und Lebensmittelproduktion für unsere Gesellschaft sicherstellen zu können. In der Kommunikation liegt die Wertschöpfung der Zukunft. Sie schafft Wissen, Nähe, Akzeptanz und folglich wirtschaftliche Sicherheit für unsere Betriebe.
Ing. Claudia Zinner, MSc, Gründerin und Geschäftsführerin von „Claudia Zinner – Kommunikationsbüro für Landwirtschaft“ und „WERTGEBEN.at – Werbeagentur für Landwirtschaft“.
“Die Land- und Forstwirtschaft braucht eine klare, fundierte und professionelle Kommunikation. Diese schafft Nähe, Sicherheit und Perspektiven.”
Ing. Claudia Zinner, MSc


