Foto Lärche: Tirols und Vorarlbergs wertvollste Holzstämme stammen natürlich aus nachhaltiger Waldwirtschaft und sind daher PEFC-zertifiziert (c) Waldverband Tirol

Waldverband Tirol führt zusammen mit LK Tirol Holzversteigerung erstmals an der LLA Rotholz durch

Auch heuer wurden die besten Holzstämme aus Tirol und Vorarlberg auf einen Versteigerungsplatz zum Kauf angeboten. In den letzten 11 Jahren wurden so 4.500 Kubikmeter Wertholz vermarktet und 1,5 Mio. Euro an die Waldbäuerinnen und Waldbauern ausgezahlt

An der LLA Rotholz wurde schönstes Holz für die Erzeugung von Tonholz, Furnierholz oder Schindelholz sowie für die verschiedenen Verwendungen bei Tischlereien angeboten. Insgesamt wurden 270 Kubikmeter Fichte, 60 Kubikmeter Tanne, 125 Kubikmeter Lärche und 100 Kubikmeter Zirbe und Laubholz zur Versteigerung aufgelegt.

Egal ob wunderschöne Lärche aus Landeck, langsam gewachsene Fichte aus Vorarlberg und Oberpinswand, seltene Eiben aus Strass, starke Tannen aus Namlos, zähe Zirben aus Längenfeld oder edler Riegelahorn aus Kramsach – der Waldverband Tirol bündelt wertvolle Stämme aus Tirol und Vorarlberg, damit sie für edle Anwendungen eingesetzt werden können.

Die Holzversteigerung des Waldverband Tirol, die sogenannte Wertholzsubmission, hat heuer erstmals in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz und ihrer Forstlichen Ausbildungsstelle stattgefunden. „Rotholz ist das Zentrum der Forstlichen Ausbildung im Westen Österreichs. Die Wertholzversteigerung des Waldverbandes stärkt diese einzigartige Stellung der Schule, und jede Schülerin und jeder Schüler kriegt die Wichtigkeit der optimalen Holzvermarktung als Einkommensquelle für den eigenen Betrieb kennen“, freut sich Waldverbandsobmann Josef Fuchs über die neu geschaffene Zusammenarbeit.

„Die Wertholzsubmission bringt besonders schön gewachsenes Holz mit den richtigen Kaufinteressenten zusammen. Das Holz wird damit seiner edelsten Verwendung zugeführt und erzielt dadurch Spitzenpreise“, freut sich Präsident Josef Hechenberger über die erzielte Wertschöpfung in Höhe von über 200.000 Euro. Dazu haben alle angebotenen Baumarten beigetragen. So war die langsam gewachsene, holzfehlerfreie Fichte auch heuer wieder besonders nachgefragt. Mit 717 Euro pro Kubikmeter hat diese Baumart wieder den höchsten Preis erzielt. Bei der Tanne wurde der Spitzenstamm um 680 Euro pro Kubikmeter verkauft und damit einen Wert erreicht, der bis vor Kurzem noch undenkbar war. Diese Stämme hatten alles, was ein Hersteller von Instrumentenholz braucht. Sie sind langsam gewachsen und haben die Äste im Stammbereich schon früh verloren. Da sie von keinen Starkwinden oder schwerem Nas4schnee gestört wurden, konnten die Bäume auch regelmäßig wachsen. Die erzielten Durchschnittspreise von 270 Euro liegen beim Drei- bis Vierfachen des Normalpreises, wenn man Tannen- und Stärkeabschlag berücksichtigt.

Die Lärche und die Zirbe haben ebenfalls beachtliche Preise erzielt. Der Spitzenpreis von 588 Euro pro Kubikmeter und der Durchschnittspreis von 304 Euro zeigt, wie gefragt schön gefärbte, regelmäßig gewachsene Lärche ist. Auch bei der Zirbe konnte trotz geringerer Nachfrage ein Durchschnittspreis von 456 Euro netto erzielt werden.

Katalog Wertholzsubmission Druck Tirol 2024