NÖ: Stadtgemeinde Wilhelmsburg setzt auf Bioenergie

Sep. 27, 2016 | Allgemein

Regionales Waldhackgut zur erneuerbaren Wärmeversorgung genutzt

Wien, 26. September 2016 – Nach dem Baustart Ende August wurde im September in der niederösterreichischen Stadtgemeinde Wilhelmsburg die kompakte Nahwärmeanlage der Bioenergie NÖ in Fertigmodulbauweise in kürzester Zeit errichtet. Direkt hinter dem Stadtamt, dem Rathaus und der Wohnbaugenossenschaft GEBÖS – betreutes Wohnen, die gleichzeitig auch die versorgten Gebäude darstellen, wird künftig durch kurze Übertragungswege aus regionaler Biomasse mit hoher Effizienz erneuerbare Wärme bereitgestellt.

In Wilhelmsburg entsteht damit eine “erdgasfreie Insel” im Zentrum der Stadt. Durch den Ersatz von Erdgas werden vor Ort zukünftig mehr als 60 t CO2-Emmissionen pro Jahr eingespart. Die Waldhackgutversorgung erfolgt durch acht landwirtschaftliche Genossenschaftsmitglieder aus der Stadtgemeinde. Neben den eindeutigen Klimaeffekten wird damit die regionale Wertschöpfung gesteigert und Arbeitsplätze gesichert.

Die Fertigmodul-Heizanlage umfasst zurzeit einen modernen emissionsarmen Biomassekessel mit einer Heizleistung von 199kW. Baulich wurde die Möglichkeit eines zweiten Kessels dieser Größe vorgesehen, um bei einem weiteren Ausbau des Versorgungsumfanges die Wärmebereitstellung zuverlässig bedienen zu können. Das Waldhackgut wird vom Lieferfahrzeug mittels einer unterirdischen Befüllgosse übernommen und in den geschlossenen Hackgutlagerraum befördert. Zur Maximierung der Versorgungssicherheit wurde die Möglichkeit zur Wärmeversorgung aus einer mobilen Heizanlage vorbereitet. Diese wird von der landwirtschaftlichen Errichtungs- und Betriebsgenossenschaft Bioenergie NÖ für ihre über 60 Nahwärmeanlagen vorgehalten und ist im Falle eines größeren Gebrechens in kürzester Zeit verfügbar sowie einsatzbereit. Weitere Informationen sind unter office@bioenergie-noe.at oder im Internet unter www.bioenergie-noe.at verfügbar.

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