Jüngste Entwicklungen um die wichtigsten Transportrouten für Erdöl dürften den zaghaften Wirtschaftsaufschwung wieder dämpfen. Die Bauwirtschaft befindet sich im siebenten Jahr einer Rezession – eine Besserung ist derzeit nicht ersichtlich.
Der schwachen Baukonjunktur folgend, ist die aktuelle Nachfrage nach Nadelsägerundholz sehr verhalten und orientiert sich auch an der unterschiedlichen Rundholzbevorratung in Abhängigkeit des Sägestandortes. Bei ausreichend vorhandenen Ernte- und Transportkapazitäten können, bei zurückhaltender Normalnutzung, die in den letzten Wochen verstärkt anfallenden Käferholzmengen noch problemlos vermarktet und abtransportiert werden. Bei insgesamt stabiler Preissituation wurden regionale Preisspitzen gekappt. Die Pelletsproduktion hat sich für einige Sägewerke zu einem wichtigen Standbein entwickelt.
Der Industrieholzmarkt verläuft derzeit äußerst lebhaft. Aufgrund des deutlich reduzierten Einschnittes der Sägeindustrie werden Sägespäne und Industriehackgut rege nachgefragt und haben sich stark verteuert. Die Papier- und Zellstoffindustrie ist bemüht, ausbleibende Mengen durch Industrierundholz auszugleichen. Bei zumeist niedrigen Lagerständen ist daher auch hier die Nachfrage sehr groß. Bereitgestellte Sortimente werden rasch abtransportiert und ohne Verzögerung übernommen. Die Preise sind stabil.
Am Energieholzmarkt steht der Aufbau adäquater Lagerstände für die kommende Heizsaison im Fokus. Die Nachfrage ist entsprechend groß. Vorhandene Mengen an Waldhackgut werden auch außerhalb entsprechender Langfristverträge übernommen. Die Preise sind stabil. Der Jahreszeit geschuldet, wird qualitativ hochwertiges Scheitholz, bei ebenfalls stabilen Preisen, verstärkt nachgefragt.
Aufgrund der anhaltenden Hitze und dem extremen Niederschlagsdefizit über das gesamte Jahr hinweg treten nun vermehrt Borkenkäferschäden auf. Nicht nur durch den Buchdrucker, sondern auch durch den Kupferstecher, der geringere Dimensionen bzw. den Kronenbereich befällt. Aber auch der Tannenborkenkäfer ist aktiv. Die Bestände sollten daher regelmäßig kontrolliert und befallene Bäume ehestmöglich aus dem Wald transportiert werden. Generell sollte vor geplanten Erntemaßnahmen ein Schlussbrief samt Preis-, Mengen- und Lieferprofil mit dem Abnehmer schriftlich vereinbart werden, um die Planungssicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum August – Anfang September 2026 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind bei Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden. Abweichungen und Änderungen vorbehalten.
Holzmarktbericht September 2026
Holzpreise September 2026
Preisentwicklung September 2026





