Holzmarktbericht der LKÖ Juni 2021

Jun 16, 2021 | Holzmarktberichte

100-Euro-marke BUNDESWEIT erreicht

Neben der nach wie vor positiven Entwicklung der Industrie- und Bauwirtschaft, lässt auch die steigende Nachfrage nach Dienstleistungen sowie der private und öffentliche Konsum eine positive Wirtschaftsentwicklung in Österreich erwarten. Gerade in der Bauwirtschaft signalisieren einzelne Kennzahlen eine Hochkonjunkturphase.

In der Bauwirtschaft sind alle Materialien sehr stark nachgefragt. Dementsprechend ist auch die Nachfrage nach Schnittholz und dem dafür benötigten Fichtensägerundholz sehr rege. Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind voll aufnahmefähig. Verkauftes und produziertes Rundholz wird entsprechend zügig abgefrachtet. In Regionen, wo die aktuelle Marktsituation vor allem durch größere Waldbetriebe genutzt wird, kann es zu leichten Verzögerungen kommen. Nennenswerte Waldlager sind nicht vorhanden. Die Preise für das Leitsortiment A/C, 2b haben eine weitere Preissteigerung erfahren. In den Borkenkäferschadregionen ist das Preisniveau weiterhin niedriger als im übrigen Bundesgebiet, aber auch dort wurde mittlerweile die € 100,- Marke erreicht.

Die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Industrieholz bevorratet. Der Einschnitt bedingte hohe Anfall von Hackgut und Spänen drückt die Nachfrage nach Nadelfaserholz. Die Produktionsstörungen in Frantschach und Hallein reduzieren den Bedarf für die nächsten Monate zusätzlich. Dennoch sollten für Durchforstungs- und Pflegeingriffe entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten vorhanden sein. Abhilfe verschafft auch vermehrter Export. Dieser trägt auch dazu bei, dass die Waldlager in den Borkenkäferschadregionen langsam abgebaut werden können. Anfallende Recyclingholzmengen unterbinden eine steigende Nachfrage nach Plattenholz. Die Preise aller Sortimente stagnieren auf niedrigem Niveau. Rotbuchenfaserholz wird zu stabilen Preisen normal nachgefragt.

Bei Energieholz schreibt sich die Situation des Vormonates fort. Während in Kärnten alle Sortimente problemlos abgesetzt werden können, sind im übrigen Bundesgebiet trotz teilweiser Entspannung bei den Lagerständen, Mengen außerhalb von Langfristverträgen kaum zu vermarkten.

Die Borkenkäferaktivität hat jahreszeitlich bedingt merklich zugenommen. Daher sollten die Bestände nun regelmäßig auf frischen Befall kontrolliert und die positive Marktsituation zur raschen Aufarbeitung und Vorbeugung genutzt werden.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Mai – Anfang Juni 2021 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht Juni 2021
Preistabelle Juni 2021
Preisentwicklung Juni 2021

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