Wertholz optimal vermarkten

Artikel aus Ausgabe 4/2023

Der Waldverband Tirol wird auch heuer wieder dem qualitativ hochwertigen heimischen Laub- und Nadelholz eine verbesserte Vermarktungsmöglichkeit bieten. Erstmals wird die Veranstaltung zusammen mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt und der Forstlichen Ausbildungsstelle Rotholz durchgeführt.

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Ausgabe: 4/2023
Thema: Wald & Wirtschaft
Bundesland: Tirol
Autor:in: DI. Klaus Viertler

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Versteigerung mit guter Ware hervorragend funktioniert. Daher wird der Waldverband auch heuer wieder eine Laubholzübernahme anbieten. Beim Laubholz werden Stämme der Obst-baumarten Apfel, Birne, Zwetschke und Kirsche, dazu noch Ulme, Eiche, Bergahorn und Nuss angenommen. Beim Nadelholz werden Fichte, Tanne, Lärche, Zirbe und in Ausnahmefällen Kiefer angeboten. Das Laubholz wird im Dezember zur Oberland Wertholzsubmission der WBV Holzkirchen weitergeliefert und dort versteigert.

Welche Nadelhölzer kommen in Frage?

Baumarten Nadelholz: Fichte, Lärche, Tanne, Zirbe und Kiefer (in Ausnahmefällen) Qualität: Güteklasse A Überdurchschnittliche bis ausgezeichnete Qualität, gesund, geradschaftig, vollholzig, ohne Drehwuchs, buchs- und beulenfrei, astfrei, feinjährig, keine Harzgallen

Kostet die Teilnahme an der Submission etwas?

Die Kosten der Lieferung trägt der Waldverband ab Waldstraße. Dem Waldbesitzer werden beim Nadelholz 10 € pro angeliefertem Kubikmeter Holz als Organisationsgebühr verrechnet. Der Restbetrag wird vom Waldverband ohne weitere Gebühren direkt an die Tiroler Holzlieferanten überwiesen. Beim Laubholz übernimmt der Waldverband Tirol die Fracht nach Deutschland, es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Die WBV Holzkirchen zieht direkt 10 % vom erzielten Holzpreis als Organisationsgebühr ab.

Bei der Laubholzsubmission zu beachten

Sämtliches Laubholz darf nur nach Absprache angeliefert werden. Hochwertige, vollholzige und gesunde Bloche mit mindestens drei Metern Stammlänge sind Voraussetzung für eine Teilnahme. Insbesondere Eiche, Ahorn und sämtliches Obstholz wie Apfel, Birne oder Kirsche sind auf der Submission besonders stark nachgefragt. Die Wurzelanläufe sind nach Möglichkeit dranzulassen. Das Holz wird in Deutschland bei der Oberland-Wertholzsubmission versteigert, die Abrechnung und Auszahlung erfolgt aber über den Waldverband Tirol.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme sollte beim örtlichen Waldaufseher gemeldet werden, alternativ bei den Organisatoren. Bis spätestens Mitte Oktober besteht dazu noch die Möglichkeit. Die Schlägerung ist erst nach Absprache durchzuführen und muss außerhalb der Saftzeit erfolgen. Es muss vor der Schlägerung geprüft werden, ob es sich um Wertholz handelt. Vor allem Laubholz muss zwingend vor der Lieferung besichtigt werden. Idealerweise sollte das Holz bis Ende Oktober geschlagen werden, eine Anlieferung ist bis spätestens Ende November möglich. Die Transportkosten ab Waldstraße werden vom Waldverband übernommen!

Ergebnisse der letzten Submissionen

Letztes Jahr wurden wieder ungefähr 600 Kubikmeter Holz aus ganz Tirol angeliefert. Der Durchschnittspreis bei der Fichte liegt seit Jahren bei zirka 300 Euro, für Tanne werden im Schnitt 50 bis 100 Euro weniger gezahlt. Der Bergahorn erreicht einen Durchschnittspreis von knapp 500 Euro, die Eiche erzielt 100 Euro weniger. Der teuerste Tiroler Stamm war bisher ein Bergahorn, der Stamm konnte um 30.000 Euro brutto verkauft werden.

Kontakt & Info
DI Klaus Viertler
Tel.: 059292 1210
www.waldverband.at

Das Wertholz auf dem Submissionsplatz erfüllt auch pädagogische Zwecke.

Jedes Jahr werden 400 bis 600 m³ Holz aus ganz Tirol und Vorarlberg am Holzlagerplatz zusammengeführt. Die Transportkosten werden vom Waldverband übernommen.

Starkes, gesundes Laubholz ist bei den Käufern besonders begehrt.

Das Laubholz wird kostenlos zur Oberland Submission nach Bayern geführt.

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