Forst-Holzwirtschaft in Salzburg – der nachhaltige Wirtschaftsmotor

Artikel aus Ausgabe 3/2026

Der breiten Öffentlichkeit ist die wirtschaftliche Stärke der heimischen Forst- und Holzwirtschaft oft nicht bewusst. Vielfach neigt die allgemeine Meinung zum Irrglauben, man müsse den Wald im Zuge der Klimaveränderungen sich selbst überlassen und am besten außer Nutzung stellen. Doch die Waldbesitzer und Holzfachleute wissen: der einzig richtige Ansatz lautet „Schützen durch Nützen“!

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Ausgabe: 3/2026
Thema: Holzbau, Holznutzung & Holzverwendung, Wald & Holz
Bundesland: Salzburg
Autor:in: FD DI Franz Lanschützer

Nur durch eine aktive Bewirtschaftung können wir Wälder stabilisieren, den notwendigen Umbau hin zu klimaresistenten Mischbeständen bewältigen und gleichzeitig den nachwachsenden und ökologischen Rohstoff Holz zum Bauen und Weiterverarbeitung bereitstellen. Um dieses Wissen in der Bevölkerung zu verankern, setzt sich proHolz Salzburg seit 1999 dafür ein, den Holzeinsatz im Land zu erhöhen und dadurch die regionale Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Eine mitinitiierte Wertschöpfungsstudie zeigt, wie unverzichtbar die tägliche Arbeit in der gesamten Wertschöpfungskette Holz für die heimische Volkswirtschaft ist.

1/10 der österreichischen Wirtschaftsleistung

Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft, welches auch die vor- und nachgelagerten Sektoren berücksichtigt, wird eine Wertschöpfung in Österreich von 43,1 Mrd. € erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 10,15 %. Oder anders ausgedrückt: jeder Zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz! Die gesamte Wertschöpfungskette Holz – von der Forstwirtschaft über Sägewerke, die Platten- und Papierindustrie bis hin zu Holzbau und Handwerk – sichert rund 440.000 krisenfeste Arbeitsplätze. Das bedeutet, dass jeder elfte Arbeitsplatz in Österreich seine Wurzeln direkt oder indirekt im Wald hat. So leistet die Forst- und Holzwirtschaft auch einen wichtigen Beitrag für die Staatseinnahmen: 29,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben werden unmittelbar und mittelbar durch die Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft generiert. Dies entspricht einem Anteil von 12,3 % der Staatseinnahmen.

Ökonomische Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft

Konkret auf Salzburg übertragen zeigt sich, dass die Branche zu den tragenden Säulen im Bundesland zählt. Die heimische Wertschöpfungskette Holz erzielt inklusive aller vor- und nachgelagerten Sektoren eine jährliche Wertschöpfung von beeindruckenden 2,3 Milliarden Euro. Umgerechnet bedeutet das: Jeder 14. Euro, der in Salzburg erwirtschaftet wird, entspringt direkt oder indirekt der Arbeit mit dem Rohstoff Holz.

Diese Leistung schlägt sich im Steueraufkommen nieder: Die Unternehmen leisten in Salzburg Steuern und Abgaben in einer Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Stabilitätsfaktor sind die rund 1.200 Betriebe im Bundesland Salzburg, die gemeinsam 24.680 Mitarbeiter beschäftigen. Damit stellt die Wertschöpfungskette Holz gut 7 % der Gesamtbeschäftigung in Salzburg. Vor allem im ländlichen Raum ist sie der verlässliche Beschäftigungsgarant, der Abwanderung verhindert, Wohlstand in die Regionen bringt und diese stärkt.

Gemeinsam für den heimischen Rohstoff

Damit das Holz aus unseren Wäldern optimal genutzt wird und die Wertschöpfung im Land bleibt, arbeiten proHolz und Holzcluster Salzburg Hand in Hand zusammen. Die Kernaufgabe bei proHolz liegt darin, dem Holz in der Bevölkerung sowie Entscheidungsträgern eine starke Stimme zu geben. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Exkursionen und Veranstaltungen wird aktiv aufgeklärt, während die kostenlose, firmenneutrale Holzbaufachberatung für Architekten, Gemeinden und private Bauherren eine zentrales Serviceangebot darstellt.

Wo diese Aufgaben nach außen aufhören, setzt der Holzcluster Salzburg im Inneren an: Als strategische Drehscheibe verknüpft er die gesamte Wertschöpfungskette Holz eng miteinander – vom Waldbesitzer über die Sägewerksindustrie bis hin zu Holzbau und Handwerk. Davon profitieren vor allem die klein- und mittelständischen Betriebe im Land, da der Holzcluster Partner für innovative Projekte zusammenbringt, aktuelles Fachwissen in Workshops vermittelt und hilft, Trends rechtzeitig zu erkennen. Diese enge Zusammenarbeit sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und sorgt dafür, dass das Holz direkt in der Region veredelt wird.

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