Nadelwertholz und Edellaubholz optimal vermarkten
Der Waldverband Tirol bietet zusammen mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt und der Forstlichen Ausbildungsstelle Rotholz auch heuer wieder dem qualitativ hochwertigen heimischen Laub- und Nadelholz eine verbesserte Vermarktungsmöglichkeit. Die Submission steht allen Mitgliedern des Waldverbandes offen – und jenen, die es noch werden wollen!
Welche Nadelhölzer kommen in Frage?
Starkes, formschönes, gesundes, regelmäßig gewachsenes und feinringiges Holz ist bei der Submission besonders nachgefragt. Insbesondere schöne und starke Tannen finden bei der Submission immer einen gut zahlenden Käufer ohne Tannen- und Stärkeabschlag. Die Hauptbaumarten bei der Submission sind Fichte, Tanne, Lärche und Zirbe. Andere Baumarten wie Eibe, Douglasie und Schwarz- bzw. Rotkiefer werden zur Laubholzsubmission an den Starnberger See weitergeliefert, da dort erfahrungsgemäß bessere Preis zu erzielen sind. Idealerweise sollten die Bloche mit fünf Metern Länge und mindestens 20, besser 30 Zentimeter Übermaß ausgeformt werden. So bleibt noch Spielraum zum Schönschneiden der Stämme, falls die Stirnseiten bei der Holzernte oder dem Holztransport verschmutzen und eine optimale Qualitätsansprache verhindern würden.
Welche Laubhölzer kommen in Frage?
Hochwertige, vollholzige und gesunde Bloche mit mindestens drei Metern Stammlänge sind Voraussetzung für eine Teilnahme. Insbesondere Eiche, Bergahorn und sämtliches Obstholz wie Apfel, Birne und Kirsche sind auf der Submission besonders nachgefragt. Die Wurzelanläufe sind nach Möglichkeit dranzulassen. Ein Ausgraben der Wurzeln bei der Nuss zahlt sich erfahrungsgemäß nicht aus, der erzielbare Mehrerlös steht in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Mehraufwand. Auch Exoten wie Lebensbaum und Thuje konnte erfolgreich versteigert werden. Das Holz wird in Deutschland versteigert, die Abrechnung erfolgt aber über den Waldverband Tirol.
Ergebnisse der letzten Submissionen
Die letzten Jahre wurden ungefähr 600 Kubikmeter Holz aus ganz Tirol und Vorarlberg angeliefert. Der Durchschnittspreis bei der Fichte und Tanne beträgt ungefähr 250 bis 300 Euro netto mit Spitzen bis zu 750 Euro. Der Bergahorn und die Eiche erreichen im Moment Preise von 250 bis 450 Euro netto, hier ist der Preis extrem qualitätsabhängig. Fehlerfreie Laubholzstämme sollten daher unbedingt zur Submission angeliefert werden: Sie erzielen in der Regel sehr gute Preise, welche über andere Vermarktungsmöglichkeiten bei weitem nicht erzielt werden können.
Kostet die Teilnahme an der Submission etwas?
Beim Nadelholz beträgt der Organisationsbeitrag 10 Euro pro geliefertem Kubikmeter Wertholz. Beim Laubholz zieht die WBV Holzkirchen 10% vom Nettoholzerlös für die Organisation und Abwicklung der Versteigerung ab. Die Transportkosten des Holzes vom Wald zum Lagerplatz werden vom Waldverband zu 100% übernommen. Jedes angelieferte Holz wird verkauft, Holz braucht daher nicht zurückgenommen werden.
Bis wann muss das Holz bereitgestellt werden?
Das Holz muss bis spätestens Ende November zum Lagerplatz bei der LLA Rotholz angeliefert werden – der Transport wird vom Waldverband organisiert und übernommen. Es ist daher anzuraten, die Holzschlägerung bis Mitte November abzuschließen, wenn möglich ist ein früherer Zeitpunkt anzuraten.
Kontakt und Info:
DI Klaus Viertler
klaus.viertler@lk-tirol.at
059292 1304
0664 602 598 1210
Ing. Herbert Weisleitner
herbert.weisleitner@gmail.com
0699 18317848





