Die Studie des Forschungsinstituts Econmove macht nun die umfangreiche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für die österreichische Wirtschaft eindrucksvoll sichtbar. Die Forst- und Holzwirtschaft ist fixer Teil der heimischen Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in ganz Österreich. In der Forst- und Holzwirtschaft, inklusive der vor- und nachgelagerten Branchen, wird eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro pro Jahr erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 10 Prozent an der Wirtschaftsleistung des Landes. Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt folglich unmittelbar oder mittelbar am Rohstoff Holz. Zudem sind 444.000 Arbeitsplätze, also jeder elfte, auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.
„Der Sektor ist innovativ, nachhaltig und international wettbewerbsfähig. Damit die Branche auch in Zukunft erfolgreich ist, muss der begonnene Waldumbau konsequent weiterverfolgt werden. Es geht darum, unsere Wälder klimafit zu machen, ihre wichtige Funktion als COâ‚‚-Speicher zu stärken und gleichzeitig die nachhaltige Verwendung des Rohstoffs Holz weiter voranzutreiben”, macht HBM Mag. Norbert Totschnig im Rahmen der Präsentation der Studie auf die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft aufmerksam.
Potenzial Klimafitter Wald
Darüber hinaus leistet die Forst- und Holzwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Seit 1990 haben nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung die Atmosphäre um rund 900 Millionen Tonnen fossiles CO₂-Äquivalent entlastet. Gleichzeitig ist der Holzvorrat in den heimischen Wäldern um beeindruckende 255 Millionen Vorratsfestmeter gewachsen, und mehr als 100 Millionen Vorratsfestmeter Biotopholz wurden gezielt für die Förderung der Biodiversität bereitgestellt. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass wirtschaftliche Wertschöpfung, ökologische Verantwortung und wirksamer Klimaschutz in der Wertschöpfungskette Forst–Holz–Papier Hand in Hand gehen.
Die Wertschöpfungskette hat also ein enormes Potenzial für klimafreundliches Wirtschaftswachstum. Um dieses voll auszuschöpfen, braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen, wie z. B. wettbewerbsfähige Standortbedingungen, einen spürbaren und raschen Bürokratieabbau und vor allem ein klares Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung. Wenn die Weichen richtig gestellt werden, wird Holz künftig noch stärker zu Wirtschaftswachstum und Klimaschutz beitragen.
Die wichtigsten Kennzahlen der Forst- und Holzwirtschaft im Überblick:
- Beschäftigte: 245.000 Personen
- sichert knapp 444.000 Arbeitsplätze
- Jeder elfte Arbeitsplatz zählt zur Forst- und Holzwirtschaft
- Umsätze 2023: 122 Mrd. €
- Bruttowertschöpfung: bis zu 26,5 Mrd. € (6,23 % der heimischen Wirtschaftsleistung)
- Wertschöpfung inkl. vor- und nachgelagerter Sektoren: 43,1 Mrd. € (10,15 % der Wirtschaftsleistung)
- Jeder zehnte in Österreich erwirtschaftete Euro hängt am Rohstoff Holz
- F&HW generiert 29,2 Mrd. € an Steuern und Abgaben (12 % der Staatseinnahmen)


