Wertholzsubmission 2010

Feb 2, 2010 | Wertholzsubmission

Österreichs teuerster Stamm brachte 10.400 Euro pro Festmeter

 

10 Jahre Wertholzsubmissionen in Österreich bringen ein Rekordergebnis

Zwischen dem 25. und 29. Jänner 2010 wurden an drei Standorten in Österreich (Heiligenkreuz/NÖ, St. Florian/OÖ und Großwilfersdorf/Stmk) die mit dem Agrarprojektpreis 2009 ausgezeichneten Wertholzsubmissionen abgehalten. Dank der großartigen Leistung der Mitarbeiter der örtlichen Waldverbände in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern konnte das beste Ergebnis seit dem zehnjährigen Bestehen der Wertholzsubmissionen für die insgesamt 695 Lieferanten erzielt werden.

10.400 Euro für einen Bergahorn

Eichenstamm

Eichenstamm

Das Wertholzangebot umfasste in Summe 1.855 Festmeter mit 29 Holzarten. Eiche war mit rund 47% die Hauptbaumart, gefolgt von Bergahorn (26%), Kirsche (7%) und Walnuss (4%). An allen drei Standorten erreichte so wie in den Vorjahren ein Bergahorn das höchste Gebot je Festmeter (€ 7.640,- in Niederösterreich, € 10.400,- in Oberösterreich und € 9.166,- in der Steiermark). „Der steirische Stamm mit 4 Metern Länge und 66 Zentimetern Durchmesser hatte 1,37 Festmeter und brachte einen Erlös von über € 12.500,-. Das ist die Krönung einer Erfolgsgeschichte zum 10. Geburtstag“, freut sich Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich. Solch gute Ergebnisse erzielt man jedoch nur mit entsprechend starken Durchmessern, die den Preis wesentlich beeinflussen. Derart hochwertiges und wertvolles Holz findet bei exklusiven Inneneinrichtungen, im Instrumentenbau oder etwa im Bootsbau Verwendung.

Durchschnittspreis um 14 Prozent gestiegen

Die Durchschnittspreise über alle Baumarten und Sortimente lagen in Oberösterreich bei € 418,-/fm, in Niederösterreich bei € 394,-/fm und in der Steiermark bei € 481,-/fm. Österreichweit wurde ein Durchschnittserlös von € 429,- pro Festmeter erreicht, was einem Anstieg von 14% gegenüber dem Vorjahr (2009: € 376,-) entspricht. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass qualitativ hochwertiges Laubholz unabhängig von der Marktlage, jederzeit gefragt ist. „Voraussetzung für derartige Qualitäten ist jedoch eine fachkundige und regelmäßige Bewirtschaftung sowie Pflege der Bestände“, unterstreicht Rosenstatter die Bedeutung nachhaltig bewirtschafteter Wälder.

Qualität der Hölzer im Vordergrund

Alle drei österreichischen Wertholzsubmissionen können äußerst zufriedenstellend bilanzieren. Käufer aus Österreich, Deutschland, Slowenien, der Slowakei und Italien gaben über alle drei Standorte hinweg 8.638 Gebote für 2.051 Lose aus PEFC zertifizierten Wäldern ab. „Der eingeschlagene Weg der Waldverbände und Landwirtschaftskammern, auf die Qualität des Rundholzangebotes besonders zu achten, wird durch rund 4 Gebote je Los bestätigt“, erklärt Rosenstatter. Furnier- und Teilfurnierqualitäten konnten zu ausgezeichneten Preisen verkauft werden. Gute Erlöse je Festmeter erreichte man auch wieder für Birne (€ 1.808,-), Zwetschke (€ 1.538,-), Schwarz- (€ 2.430,-) und Walnuss (€ 4.151,-) sowie Elsbeere (€ 2.893,-).

Bei den Aktionstagen konnten Waldbesitzer wie Interessierte die verkauften Hölzer besichtigen und sich von Holzqualitäten und den bezahlten Preisen ein Bild machen. Damit tragen die Appelle zum Anbau und zur Pflege von Laubholz für widerstandsfähigere Wälder und zur Anreicherung der Biodiversität direkt Früchte. „Es kommt zu einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit der fachgerechten Laubholzpflege, einer Hebung des Laubholz-Images und zu einem höheren Einkommenspotenzial durch intensive Laubholzbewirtschaftung“, so Rosenstatter abschließend.

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