Titschenbacher: Steirische Christbäume sind klimafit und liefern wichtigen Mehrwert

Dez 10, 2018 | Weihnachtsbäume

Kurze Transportwege sind Vorteil für Umwelt und Konsumenten

Graz, 7. Dezember 2018 (aiz.info). – „Frisch geschnittene heimische Christbäume sind klimafit und erheblich mehr wert, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Sie werden auch nach strengen ökologischen Bestimmungen kultiviert“, sagte heute der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. „Die kurzen Transportwege – im Schnitt sind es 1,4 Kilometer – leisten einen aktiven Beitrag für eine saubere Umwelt. Die Bäume können daher auch frisch geschnitten werden, sind satt grün, behalten ihre Nadeln bis lange nach Weihnachten und duften einzigartig“, so der Präsident. Bäume aus Norddeutschland oder Dänemark legten dagegen die tausendfache klimaschädliche Transportdistanz zurück und würden bereits Monate zuvor geschnitten, was sich auf Frische und Duft auswirke.

Christbaum schafft Wohlbefinden

„Der Weihnachtsbaum schafft in unseren Wohnzimmern nicht nur feierliche Stimmung, er sorgt auch für Wohlbefinden. Er befeuchtet auf natürliche Weise die trockene Raumluft und versprüht über seine Nadeln wohltuende und duftende ätherische Öle, die auch die Luft reinigen. Vor allem das abgegebene Tannenöl gilt als Stimmungsaufheller“, erläutert Martina Lienhart, Obfrau der Steirischen Christbaumbauern.

Hoher ökologischer Wert: Sauerstoffproduzent und Luftfilter

Jeder Christbaum ist ein wichtiger Sauerstoffproduzent und Luftfilter. Während seines zehn- bis 14-jährigen Aufwuchses entnimmt er 7.500 Liter klimaschädliches Kohlendioxid aus der Umwelt und produziert 8.000 Liter Sauerstoff. 230 Kubikmeter Luft durchströmen seine Nadeln, die somit von Bakterien, Pilzsporen und Staubpartikeln gereinigt werden. „Pro Hektar erfüllen rund 6.000 Christbäume diese für uns wichtige Funktion“, betont Titschenbacher.

Tanne ist Tiefwurzler und klimafit

„Als Tiefwurzler ist die Tanne sehr stabil und kann auch längere Trocken- und Hitzeperioden im Sommer ohne Bewässerung problemlos überstehen. Rund 1,3 Meter lang ist die ausgeprägte  Pfahlwurzel einer zehnjährigen Nordmanntanne. Steilere mit Tannen bewachsene Flächen schützen zusätzlich vor Erosion und Hangrutschungen“, unterstreicht Lienhart.

Schöne heimische Weihnachtsbäume zu stabilen Preisen

Die heimischen Christbaumbauern sind gut auf diese Saison vorbereitet, sie bieten ausreichend schöne, heimische Weihnachtsbäume. Die große Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren hat europaweit leider viele Jungpflanzen verdorren lassen. Erfreulicherweise haben dies die bereits gut angewurzelten Bäumchen überstanden. Der europaweite Ausfall der Jungpflanzen wird sich aber in fünf bis sieben Jahren auf den Markt auswirken. „Die Steiermark ist diesbezüglich mit einem blauen Auge davongekommen“, berichtet Titschenbacher.

Banderole garantiert heimische Herkunft

Die rot-weiß-rote Banderole mit dem Aufdruck „Steirischer Christbaum – Ein Baum aus der Heimat – Danke, liebes Christkind“ garantiert die steirische Herkunft der Weihnachtsbäume. „Auf dieser Banderole stehen auch Name und Anschrift des Christbaumzüchters“, hebt Lienhart hervor. Dieser Initiative haben sich bereits 76 heimische Christbaumbauern angeschlossen – Tendenz steigend. Die Mitglieder des Vereins Steirischer Christbaumbauern haben sich freiwillig strengen Regeln unterworfen, die eine nachhaltige und ökologische Produktion sowie 100% Regionalität garantieren.

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