Trotz durchgängiger hoher Schneelage im Besichtigungszeitraum wurden 15 Angebote bei der heurigen Wertholzsubmission abgegeben. Bild: K. Viertler

Trotz durchgängiger hoher Schneelage im Besichtigungszeitraum wurden 15 Angebote bei der heurigen Wertholzsubmission abgegeben.
Bild: K. Viertler

Mengenausweitung bei Nadelwertholzsubmission wurde erfolgreich bewältigt

Bei der vierten Tiroler Nadelwertholzsubmission konnten diese Woche Spitzenpreise von über 500 Euro je Festmeter erzielt werden. Am Lagerplatz der Agrargemeinschaft Weer wurden wieder wertvolle Stämme der Baumarten Fichte, Tanne, Lärche, Zirbe und Kiefer aufgelegt. Dieses Jahr konnte die angebotene Holzmenge um etwa das Dreifache auf 640 Festmeter gesteigert werden. 46 Waldeigentümer lieferten Holzstämme aus ganz Tirol an, sogar aus Südtirol wurden ein paar Bloche angeliefert. Trotzdem konnte die Nachfrage nach den Tiroler Gebirgsholzqualitäten mit dem gesteigerten Angebot Schritt halten. Etwa 550 Kubikmeter wurden am Submissionstag beboten. Der Gesamtumsatz lag bei 160.000 Euro, im Vergleich zum normalen Holzverkauf ergab dies einen Mehrwert von mindestens 50.000 Euro. Von den 15 erfolgreichen Bietern kamen vier aus Tirol, drei aus anderen österreichischen Bundesländern und acht aus Deutschland. Das zeigt, dass das Tiroler Gebirgsholz über weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Gebirgsholz ist begehrt

„Qualitativ hochwertiges, langsam gewachsenes Gebirgsholz ist ein extrem nachgefragtes Naturprodukt. Unsere Wertholzsubmission hilft, heimische Waldeigentümer und interessierte Holzabnehmer zusammenzubringen.“, betont Waldverbandsobmann Rudolf Köll. Langsam gewachsene Nadelholzstämme mit wenig Ästen, wenig Holzfehlern und guten Dimensionen machen ausgesuchtes Gebirgsholz zu einer Besonderheit am Markt. Das Holz ist vielseitig einsetzbar – Instrumentenbauer verwenden es zum Beispiel für Violinen, Cellos, Gitarren oder Cembalos. Auch Tischler, Schindelmacher und Furnierholzhersteller veredeln das Holz in ihren hochwertigen Produkten.

Neun Stämme über 500 Euro

Die Fichte erreichte einen Durchschnittspreis von 170 Euro, das Höchstgebot auf einen Stamm lag bei 550 Euro. Dies ergibt eine Steigerung um 11 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Resultate bei der Lärche sind dieses Jahr aufgrund der angebotenen Qualitäten und Dimensionen etwas schlechter. Sie erzielte im Schnitt 216 Euro, der Höchstpreis lag bei 518 Euro je Festmeter. Auch die Ergebnisse bei der Tanne sind heuer etwas weniger erfreulich. Hier wurden im Schnitt 124 Euro erzielt, das Höchstgebot lag bei 222 Euro. Für kommende Ausgaben muss stärker nach dezidierten Tannenkäufern gesucht werden. Die Zirbe erzielte im Schnitt 389 Euro. Das Höchstgebot lag bei dieser Baumart bei 502 Euro. Auch zwei Kiefern wurden um 162 Euro je Festmeter verkauft.

Großes Engagement

Der Waldverband ist als Organisator der Veranstaltung mit dem Ergebnis zufrieden. Rudolf Köll meint dazu: „Der Mehrwert von 50.000 Euro für unsere Mitglieder zeigt deutlich, dass unsere Versteigerung notwendig ist. 46 Waldeigentümer haben uns heuer ihr Vertrauen geschenkt. Zusammen mit dem Engagement der beteiligten Waldaufseher und Mitarbeiter des Tiroler Landesforstdienstes haben sie das Gelingen der Veranstaltung erst ermöglicht.“

Losverzeichnis mit erzielten Preisen

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