SCHMIEDTBAUER: FORSTWIRTE NICHT ALLEINE LASSEN

Mai 8, 2020 | Allgemein

Unterstützung und richtige Rahmenbedingungen setzen

Graz, 7. Mai 2020 (aiz.info). „Bioökonomie und nachhaltige Waldbewirtschaftung sind wesentliche Bestandteile der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Diese Tatsache muss im Green Deal viel stärker berücksichtigt sowie honoriert werden und auch im Wiederaufbauprogramm für Europa Niederschlag finden. Wenn Forstwirte die dringend notwendige Unterstützung und die richtigen Rahmenbedingungen erhalten, stehen sie bereit, gemeinsam und partnerschaftlich den nachhaltigen Weg der erneuerbaren Energien in eine noch grünere Zukunft zu gehen“, sagt Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament und Co-Vorsitzende der Intergruppe „Nachhaltige Forstwirtschaft“, zur heutigen Videotagung des Agrarausschusses mit EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans.

Ohne substanzielle Unterstützung und Zusammenarbeit könne die Forstwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz nicht leisten. Denn eine funktionierende, nachhaltige Forstwirtschaft sei wirtschaftlich derzeit de facto nicht möglich. „Windwürfe, Schneebrüche, Borkenkäfer, massive Trockenheit, in manchen Regionen verheerende Waldbrände und schließlich die beispiellose Corona-Krise sorgen gemeinsam für eine existenzielle Bedrohung für viele Forstwirte“, skizziert Schmiedtbauer.

Deshalb dürfe der Forstsektor nicht alleine gelassen und müsse umfassend vom geplanten Wiederaufbauprogramm für Europa mitgetragen werden. „Wir brauchen finanzielle Anreize, zum Beispiel in Form eines Solidaritätsfonds für die Abschwächung der Klimawandelfolgeschäden mehr denn je. Und wir brauchen eine Holzbauoffensive, um die Wirtschaft in und nach der Krise anzukurbeln“, so die Europaabgeordnete.

„Wenn die EU-Kommission mit uns zusammenarbeiten will, unsere Ratschläge aus der Praxis annimmt und ohne Verzögerung die notwendigen Initiativen ergreift, dann können wir einen wertvollen Beitrag für ein klimaneutrales Europa in der Zukunft leisten“, sagt Schmiedtbauer. „Vorsichtig optimistisch stimmt mich, dass die EU-Kommission bei der Unterstützung der Landwirtschaft in der Corona-Krise inzwischen die richtigen Akzente setzt und Timmermans auf meine Anfrage bestätigt hat, dass es ein Gleichgewicht zwischen den wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten der Wälder braucht.“

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