Pernkopf: Vorreiter-Initiative in Österreich

St. Pölten, 7. Jänner 2019 (aiz.info). – In Niederösterreich sind seit 1. Jänner 2019 Ölheizungen in Neubauten verboten. Bundesministerin Elisabeth Köstinger begrüßt die  Initiative: “Das ist ein ganz wichtiger Schritt für mehr saubere Energie, denn österreichweit gibt es immer noch rund 700.000 Anlagen, aus denen wir Schritt für Schritt und sozial verträglich aussteigen wollen.” Zudem gebe es mit dem “Raus aus Öl”-Bonus bis zu 5.000 Euro bei Sanierungen, in deren Rahmen ein Kesseltausch von einer Ölheizung auf ein alternatives Heizsystem durchgeführt wird. In Niederösterreich heizen 15% der Haushalte immer noch mit Öl.

“Wenn jemand neu baut, hat ein Ölkessel darin nichts mehr verloren, sie sind die größten Klimakiller”, ist LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überzeugt. Mit dem Ölheizungsverbot in Neubauten sei Niederösterreich Vorreiter in Österreich und mache einen weiteren Schritt in der blau-gelben Energiewende sowie im Kampf gegen den Klimawandel. “Wir setzen auf sichere und saubere Energie, statt auf Atomstrom oder Öl. Und wir zeigen vor, dass es geht. Seit 2015 erzeugen wir bereits 100% des Strombedarfs aus erneuerbarer Energie.”

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, verweist auf die deutlich höheren Kosten des fossilen Brennstoffes: “Wenn man ein typisches Einfamilienhaus in Niederösterreich mit Öl beheizt, kostet das pro Heizsaison rund 2.390 Euro. Mit einer Pelletsheizung wären das nur 1.400 Euro, mit Erdwärme 1.050 Euro.” Je nach Gebäudetyp biete sich daher eine Pellets- oder Stückholzheizung, eine Solaranlage, eine Wärmepumpe, falls vorhanden Nahwärme oder eine Kombination dieser Systeme an, meint Greisberger.

Dazu kommt, dass jährlich mehr als 2 Mrd. Euro netto für den Import von Öl, Kohle und Gas ausgegeben werden, gibt Pernkopf zu bedenken. “Dieses Geld könnte in Zukunft in Österreich bleiben. Im Gegensatz zum Heizöl kommt der Energieträger Holz zum Großteil aus der Region, er wird im Falle der Pellets sogar exportiert und sichert Beschäftigung und Einkommen hierzulande”, so der LH-Stellvertreter.

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