LK Österreich: Die eigene Freiheit endet dort, wo das Recht des Anderen beginnt

Juni 9, 2017 | Allgemein

„Sicherheit im Wald für Alle“ – rund 110.000 unterstützen Initiative

„Die Ansprüche an das Ökosystem Wald sind so verschieden, wie Menschen unterschiedlich sind. Die einen suchen Ruhe und Entspannung beim Wandern, andere brauchen den Kick beim Mountainbiken. Der Wald ist aber nicht nur Erholungsraum, er ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere und darüber hinaus Arbeitsplatz für mehrere tausend Menschen, die von der Forstwirtschaft leben. Würde jede dieser Gruppen auf ihre uneingeschränkte Freiheit pochen, wäre der Wald sehr rasch ein überfüllter und unsicherer Tummelplatz der Interessen. Daher ist ein gutes und respektvolles Miteinander auch zur eigenen Sicherheit notwendig. Denn die eigene Freiheit endet dort, wo das Recht des Anderen beginnt. Das war der Grund für den Österreichischen Forstverein mit seiner Initiative „Sicherheit im Wald für Alle“ einen Weg für ein gutes Miteinander aller Wald-Nutzer vorzuschlagen. Demnach sollen weitere Mountainbikewege auf vertraglicher Basis in ganz Österreich je nach Bedarf ausgebaut werden. Das dient der Sicherheit und dem Wohle der Wildtiere, der Natur, der Erholungsuchenden und der Sportbegeisterten“, erklärte LK-Präsident Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und Holzwirtschaft der LK Österreich.

„In wenigen Wochen starten die Sommerferien. Es ist erfreulich, dass sich immer mehr Menschen an unserer schönen Landschaft erfreuen und dass hier vor allem der Wald im Mittelpunkt steht. Man muss sich aber im Klaren sein, dass die Schönheit der Natur nicht zuletzt die Leistung jener ist, die durch die aktive Bewirtschaftung über Generationen hinweg diese Landschaft geprägt haben“, ergänzte Titschenbacher.

Das gemeinsame Zusammenleben funktioniert nur mit Regeln und Gesetzen. Niemand kann seinen Freiheitsdrang uneingeschränkt ausleben. „Regeln und Gesetze gelten auch in der freien Natur. Erholungssuchende sollten auch zur eigenen Sicherheit Schilder, die auf Gefahren hinweisen, beachten. Befolgen alle gleichermaßen Regeln und Gesetze, steht einem guten Miteinander nichts entgegen. Das gilt auch im Wald. Sportbegeisterte und Ruhesuchende, Wanderer und Waldarbeiter können ungestört ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn sie aufeinander Rücksicht nehmen. „Sicherheit im Wald für Alle“ bietet mit seinen Vorschlägen gerade dieses Miteinander an und findet auch entsprechend positives Echo. Nicht umsonst haben diese Initiative bereits rund 110.000 Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Unterschrift unterstützt“, so der Präsident abschließend.

Mehr Informationen zur Initiative des Österreichischen Forstvereins unter www.sicherheitimwaldfueralle.at

 

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