Klimaschutz ist Artenschutz – Internationaler Tag des Artenschutzes

Mrz 2, 2022 | Allgemein

Rosenstatter: Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für den Artenschutz. Klimafitte Wälder sind sowohl Lebensraum als auch wichtiger Holzlieferant für den Klimaschutz.

Wien, 2. März 2022, Waldverband Österreich – Morgen, am 3. März ist der Internationale Tag des Artenschutzes (World Wildlife Day). Dieser Tag soll auf die Bedeutung wildlebender Tier- und Pflanzenarten sowie auf den globalen Artenschwund aufmerksam machen.

Klimawandel größte Bedrohung der Artenvielfalt in Europa

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen sowie der jüngste Bericht des UNO-Weltklimarats (IPCC – „Intergovernmental Panel on Climate Change“) zeigen, dass der Klimawandel eine ernste und immer schneller ansteigende Bedrohung für die Artenvielfalt, die Ökosysteme der Erde und damit für unsere Lebensgrundlage darstellt. In Europa, das von der Erderhitzung ganz besonders betroffen ist, ist es daher nicht verwunderlich, dass die Auswirkungen der Klimakrise die größte Bedrohung für die Biodiversität und somit auch für viele Arten sind.

„Die Bäume können sich nur über mehrere Baumgenerationen an Veränderungen anpassen. Die Klimakrise erfordert aber eine Anpassung innerhalb weniger Jahrzehnte. Wir müssen daher durch eine aktive Waldbewirtschaftung und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse versuchen die Wälder rasch klimafit zu machen und so die wertvollen Waldökosysteme zu erhalten“, unterstreicht Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, die Notwendigkeit der klimafitten Waldbewirtschaftung.

„Zu einem klimafitten Wald gehört auch Artenreichtum. Daher achten wir bei der Waldbewirtschaftung natürlich darauf. Dazu zählen neben baumarten- und strukturreichen Beständen viele biodiversitätsfördernde Maßnahmen, wie z.B. das Belassen von Totholz im Wald, Förderung seltener Biotoptypen und das Anlegen von Wasserstellen. Zahlreiche gefährdete Arten sind lichtbedürftig. Die wichtige Waldverjüngung sorgt für Licht am Waldboden wodurch lichtliebende Arten ihren Lebensraum behalten können. Aber auch bewusstes Nichtstun auf kleinen Flächen gehört zur Strategie.“, unterstreicht der Obmann die Wichtigkeit einer ausgewogenen Waldbewirtschaftung.

Was Waldbesitzer:innen alles leisten

Dass den Waldbesitzern die Themen Biodiversität und Artenschutz wichtig sind, zeigt auch die große Resonanz am BFW Projekt „Connect For Bio“, im Rahmen dessen zahlreiche Waldbesitzer:innen ihre durch Bewirtschaftung entstanden Biodiversitäts Hotspots als Trittsteinbiotope für die Habitatvernetzung und für den Artenschutz zur Verfügung stellen. „Was wir Waldbesitzer:innen alles für unseren Wald sowie für den Klima- und Artenschutz machen, können Sie auch in vielen Kurzvideos auf www.waldgeschichten.com sehen. Darüber hinaus finden Sie dort auch sehr viele interessante und nützliche Informationen rund um Wald, Klimaschutz und Biodiversität. Hinschauen lohnt sich“, so Rosenstatter abschließend.

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