Holzmarktbericht der LKÖ Dezember 2016

Dez 19, 2016 | Holzmarktberichte

Das österreichische Wirtschaftswachstum wird weiterhin vom privaten Konsum sowie stärkeren Industrieinvestitionen getragen. Der Beitrag des Außenhandels dazu sollte 2017 steigen, nachdem sich die Weltwirtschaft in einer moderaten Erholungsphase befindet und Lieferungen auch in Drittländer zunehmen sollten.

Bei durchwegs hohem Einschnitt sind die Sägewerke in Österreich weiterhin gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Das Kalamitätsholzaufkommen im Inland ist stark rückläufig, weshalb die Nachfrage vor allem nach frischen Qualitäten gut ist. Alle Standorte sind ausreichend aufnahmefähig, die Holzabfuhr aus dem Wald erfolgt zügig. Revisionsstillstände über die Weihnachtstage werden kürzer ausfallen als in den Vorjahren. Die Preise für das Leitsortiment der Fichte B, 2 b haben sich weiter gefestigt. Mancherorts werden für Frischholzlieferungen Prämien bis zu € 2,-/FMO geboten. Die Lärche hält ihr sehr gutes Preisniveau, bei Weiß- und Schwarzkiefer sind durchschnittliche Qualitäten schwierig abzusetzen.

Wie auch im Vormonat, ist am Laubsägerundholzmarkt vor allem die Eiche in allen Qualitäten rege nachgefragt. Die Preise haben gegenüber dem Vorjahr deutlich angezogen. Der Markt für Bahnschwellen– hier findet vor allem die Rotbuche einen Absatz – verläuft weitgehend stabil. Bei den Buntlaubhölzern beschränkt sich die Nachfrage nur auf beste Qualitäten. Die von den Waldverbänden organisierten Wertholzsubmissionen finden am 26. Jänner 2017 in St. Florian bei Linz bzw. am 30. Jänner 2017 im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald statt.

Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz aus dem Inland ist durch die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie trotz guter Bevorratung gegeben. Der Absatz ist im Rahmen der Verträge gewährleistet. Die Zufuhr ist teilweise kontingentiert, Waldlager konnten zum Großteil abgebaut werden. Die Papierindustrie ist verstärkt um Zweijahresverträge bemüht, bei kürzeren Abschlüssen muss mit Preisabschlägen gerechnet werden. Rotbuchenfaserholz wird bei ebenfalls guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt.

Am Energieholzmarkt ist eine leichte Entspannung spürbar. Der Absatz ist im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich. Wegen des vorhandenen Überangebotes aus dem In- und Ausland sind zusätzliche Mengen nur schwer am Markt abzusetzen. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende November bzw. Anfang Dezember 2016 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Seit 1. Jänner 2016 gelten für den Holzverkauf an Unternehmer folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20% anzuwenden.

Holzmarktbericht Dezember 2016
Holzpreise Dezember 2016
Preisentwicklung Dezember 2016

Weitere aktuelle Beiträge