Auer: Kein Freifahrtschein für Mountainbiker in heimischen Wäldern

Apr 11, 2016 | Allgemein

Partnerschaftliche Lösung und Wahrung der Eigentumsrechte notwendig

Wien, 8. April 2016 – „Zahlreiche Umfragen bestätigen, dass eine überwältigende Mehrheit der Österreicher die heimischen Wälder in erster Linie zum Spazierengehen und Wandern nutzt. Sie suchen im Wald Erholung, Ruhe und einen Ort, um Kraft zu tanken. Dieses Bedürfnis ist ebenso zu schützen wie das Eigentumsrecht der privaten Waldbesitzer und das sensible Ökosystem Wald“, übte heute ÖVP-Landwirtschaftssprecher Jakob Auer Kritik an der Aktion der Naturfreunde sowie deren Kampagnisierung durch SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder. „Für Mountainbiker darf es keinen Freifahrtschein im Wald geben“, erinnerte Auer an die gesetzlichen Grundlagen, die vertragliche Lösungen nur vor Ort und in Absprache mit den Eigentümern erlauben. „Das hat sich in den letzten Jahren bewährt und sollte auch so bleiben“, betonte der Abgeordnete.

Laut Forstgesetz dienen Forststraßen grundsätzlich der Waldbewirtschaftung. Ein Befahren ist nur mit Genehmigung des Grundeigentümers möglich. Rund 27.000 km Forststraßen sind mittlerweile auf diese Weise für Radfahrer freigegeben. „Ein konfliktfreies Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen muss oberstes Gebot in unseren Wäldern sein“, so Auer. Immerhin sei der Wald – entgegen den Aussagen von Schieder – „nicht nur Lebens- und Erholungsraum sondern vor allem auch Arbeitsplatz für Waldpflege und Holzernte“. Mit einer generellen Öffnung von Forststraßen für Mountainbiker wäre dieses Miteinander auch im Sinne des Tier- und Naturschutzes gefährdet. „Es ist für mich daher schon seltsam, dass sich gerade die sozialdemokratischen Naturfreunde für diese Art der Naturgefährdung derart ins Zeug legen“, betonte Auer.

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