Dieser wird nicht nur zum Hausbauen, sondern auch für die Wärmeerzeugung und Energiegewinnung verwendet. Der gemeinsame Maschinenkauf für die Bringung des Holzes, sowie der Hackschnitzelerzeugung wird in der WWG sehr hochgeschrieben.
Wertschöpfung Biomasse
Für WWG-Obmann Alexander Oswald sind nicht nur der Preis des Hackgutes und dessen Verkauf entscheidend. Für ihn ist es wichtig, dass die Wertschöpfung bei den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern in der Gemeinde verbleibt und der Rohstoff zu 100 Prozent genutzt wird. Er selbst geht mit sehr gutem Beispiel voran, da er selbst zwei Hackschnitzelheizungen besitzt.
Insgesamt werden jährlich in der Gemeinde 6.000 Schüttraummeter Hackschnitzel erzeugt. Davon werden zwei Fernwärmegenossenschaften mit 4.000 Schüttraummeter beliefert. Diese versorgen insgesamt 120 Gebäude in Form von Siedlungen, Einfamilienhäuser, sowie auch die Freiwilligen Feuerwehr und den Kindergarten in Eschenau mit Wärme. Diese Zahlen repräsentieren den hohen Stellenwert von nachhaltiger und regionaler Energiegewinnung in der Gemeinde Eschenau.Neben den beiden Fernwärmegenossenschaften gibt es viele bäuerliche Betriebe, die Einzelanlagen in Betrieb genommen haben.
Energie aus 5 Hektar Wald
Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb Sulzer weist eine Gesamtfläche von 16 Hektar auf. Gerade einmal fünf Hektar sind davon Wald. Trotz des geringen Waldanteils betreibt die Josef Sulzer eine eigene Hackschnitzelheizung von der Firma Hargassner mit einer Leistung von 50 kW.
1989 erbaute der Vater von Josef Sulzer eine Hackschnitzelheizung mit 24 kW Leistung, die von einem Tagesbehälter beschickt wurde. 1993 erfolgte dann der Umbau auf die Raumaustragung und im Jahr 2011 wurde der Heizkessel auf 50 kW Leistung getauscht, da er die Leistung aufgrund der langen Leitungen zwischen den Wirtschaftsgebäuden benötigt.
Die Wärme wird zur Gänze am Vollerwerbshof für die verschiedenen Betriebszweige, wie der Saft- und Mostproduktion, der Tischlerei, der Eisenwerkstatt, sowie für das Wohngebäude und den Keller genützt. Die Haupteinnahme des Betriebes liegt in der Saft- und Mostproduktion, die seit 1983 durchgeführt wird. Mehr als 10.000 Liter Most und 20.000 Liter Saft werden jährlich im Betrieb erzeugt und verkauft.
Josef Sulzer ist überzeugt davon, dass sich die inzwischen 30-jährige Hackschnitzelheizung auf jeden Fall rentiert hat und ihm ist es ein großes Anliegen, dass sein Holz zu 100 Prozent aus dem eigenen, nachhaltig bewirtschafteten Wald kommt.


