Drohnentransport in Extremlage

Artikel aus Ausgabe 2/2020

Das Verteilen von Forstpflanzen auf extrem steilen Flächen bedeutet eine große Herausforderung. Technische Entwicklungen werfen immer wieder die Frage auf, ob manches für unsere Arbeit anwendbar ist.

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Ausgabe: 2/2020
Thema: Wald & Technik
Bundesland: Steiermark
Autor:in: Maximilian Handlos

Bereits seit einiger Zeit beschäftigt sich der Waldverband Steiermark gemeinsam mit Lieco, dem Forstbetrieb Mayr- Melnhof und dem Unternehmen Skyability mit der Frage, ob Forstpflanzen mittels Drohnen an die jeweiligen Standorte geflogen werden können. Einige Besprechungen im letzten Jahr und Testflüge im Herbst setzten sich mit unterschiedlichen Fragestellungen auseinander. Startplatz und Entladeort, Traglast, mögliche Transportentfernung, Ankoppeln der Last, automatisches Auslösen, Zeit- und Personalaufwand, Akkulaufzeit für die Drohnen, Leistungsfähigkeit und Kosten – allen Beteiligten war klar, dass die zentralen Fragen der Wirtschaftlichkeit und der Machbarkeit nur durch einen aussagekräftigen Testbetrieb unter realen Bedingungen beantwortet werden können.

Der Föhnsturm im Herbst 2018 verursachte bei der Waldverbandsfamilie Bleyer einen großflächigen Windwurf in Extremlage. Nun stand die Familie vor der Herausforderung rund 10.000 Forstpflanzen auf einer extrem steilen, mit Felswänden durchzogenen, Waldfläche zu verteilen und zu pflanzen. Für den Versuch mit den Drohnen war dieses Waldstück prädestiniert – steiles Gelände, extrem weite Wege.

Mit Schnüren konnte das händische Anhängen der Container an die Drohnen einfach gestaltet werden und durch einen mit der Fernbedienung elektrisch zu öffnenden Lasthacken war das Entladen problemlos gelöst. Am Entladeort positionierten wir einen Forstarbeiter, der die Container entgegennahm. Einfaches Absetzen der Container war auf Grund der Steilheit des Geländes nicht möglich.

Der Pilotversuch konnte auf jeden Fall positiv bewertet werden. Manche Adaptierungen bringen sicherlich noch eine Effizienzsteigerung. Jedoch können in dieser Extremlage die Kosten des Drohnentransports mit der händischen Verteilung auf jeden Fall mithalten.

Auch in besonders herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie konnte der Waldverband die Forstpflanzenausgabe garantieren und zur Sicherheit aller Beteiligten sehr koordiniert durchführen.

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