Wien, 5. Oktober 2017, Waldverband Österreich – Rund 30% des heimischen Energieverbrauches werden durch erneuerbare Energien gedeckt. Dabei ist die Bioenergie mit knapp 60% der bedeutendste Energielieferant gefolgt von Wasserkraft (ca. 36%), Windenergie (ca. 3%), Geothermie und Wärmpumpen, Solarthermie und Photovoltaik. Der Holzanteil innerhalb der Bioenergie liegt bei rund 82% und ist Grundlage unserer 130 in Österreich verteilten Holzkraftwerke. Jährlich liefern sie 2 Mrd. kWh Strom ins öffentliche Stromnetz und zusätzlich 4,5 Mrd. kWh erneuerbare Wärme. Damit kann der Strombedarf von 600.000 Haushalten abgedeckt und 450 Mio. Liter Heizöl ersetzt werden.

Holz im Energiemix der Zukunft notwendig
„Energieexperten sagen voraus, dass der Anteil von Strom am gesamten Energieverbrauch Österreichs bis 2030 von derzeit 20% auf zumindest 33% steigen wird. Es ist eine völlige Illusion dies ohne den ökologischen Energieträger Holz erreichen zu wollen. Das leichtfertige Abschalten voll funktionstauglicher Holzkraftwerke wäre daher nicht nur ein ökonomischer, sondern auch ein klimapolitischer Leichtsinn. Wir brauchen daher geeignete Nachfolgeregelungen für den Weiterbetrieb der Holzkraftwerke im Rahmen einer umfassenden Ökostromgesetzesreform. Damit werden auch die rund 140.000 bäuerlichen Waldbauernfamilien in ihrer täglichen harten Arbeit unterstützt. Holz muss im Energiemix der Zukunft fest verankert bleiben“, fordert Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich.

Holz verringert Abhängigkeit von Atomstromimporten
„Holz ist neben der Wasserkraft unser wichtigster Energielieferant. Mehr dezentral erzeugter Ökostrom bedeutet eine höhere Versorgungssicherheit. Zudem bleibt das dafür ausgegebene Geld in der Region, was die Kaufkraft stärkt. Das Geld fließt damit nicht in Krisenregionen wie den Irak und den Iran ab. Diese Aspekte müssen bei energiepolitischen Entscheidungen stets mitberücksichtigt werden“, unterstreicht der Obmann die Wichtigkeit der energetischen Verwertung von Holz.

„Nur mit mutigen Entscheidungen wie z.B. dem Verbot von Ölheizungen für Neubauten ab 2019, wie in Niederösterreich beschlossen, werden wir eine Energiewende schaffen. Nicht Arbeitsplätze in Saudi Arabien, sondern Wertschöpfung und Einkommen für österreichische Familien müssen die Anliegen aller wahlkämpfenden politischen Parteien in Österreich sein. Wer gegen grenznahe Atomkraftwerke auftritt, kann nicht gleichzeitig Holzkraftwerke abdrehen und damit noch mehr Kernenergie importieren. Das ist eine extrem unglaubwürdige Politik“, hält Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich und Vertreter von über 66.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und deren Familien, abschließend fest.

 

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